Aktuelles

Weihnachtsbasteln im Wendepunkt

Nach einer pandemiebedingten längeren Pause war es dieses Jahr endlich wieder so weit: Wir konnten im Wendepunkt wieder eine vorweihnachtliche Aktion für die Kinder aus dem Wendepunkt anbieten!
In unserer diesjährigen Winterwerkstatt wurde es laut – mit Nägeln und Hämmern gestalteten die Mädchen und Jungen kreative Bilder auf Baumscheiben. Es entstanden Tannenbäume, Herzen und Sterne, die dann kreuz und quer aus Wollfäden gelegt wurden.
Die so entstandenen ‚Netzwerke‘ boten uns die Möglichkeit, mit den Kindern über ihre eigenen sozialen Netzwerke zu sprechen. Wer ist in ihrem Umfeld besonders nah, besonders wichtig? Gerade zur Weihnachtszeit, in der einerseits die Gemeinschaft mit anderen andererseits aber auch Einsamkeit große Themen sind, ist es gut, sich vor Augen zu führen, wer da ist.
Mit Winterpunsch, Keksen und einer weihnachtlichen Geschichte wurde der Nachmittag richtig rund, und die Rückmeldungen bestätigten eine gelungene Aktion: „Es ist schön, besonders vor Weihnachten so fröhliche Kinderherzen zu erleben!“

Wir wünschen Ihnen und euch ein schönes, besinnliches, ruhiges und gesundes Weihnachtsfest!

Der aktuelle Newsletter ist da!

Mit allen Infos über unsere aktuelle Arbeit und den wichtigsten Ereignisse der zurückliegenden Wochen.
Unsere Themen diesmal:
Viele Beratungsanfragen in allen Fachbereichen
Präventionsprojekte wieder möglich – Stärkung durch Budgeterhöhung
Unser Angebot „Frühe Kindheit“ im Rahmen der Trauma-Ambulanz
Förderstiftung Kreis Steinburg setzt Finanzierung traumaspezifischer Angebote fort
Pinneberger Bündnis „Gewaltopfer Mann“ gegründet
Traumafachtagung im Hybridformat war ein voller Erfolg
Fachtag Schutzkonzepte
Wir danken unseren Unterstützern!
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Neuer Flyer in Einfacher Sprache

Für unsere Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen und Heranwachsenden haben wir einen Flyer in Einfacher Sprache entwickelt.

Dieser Flyer erklärt in einfachen Worten und unterstützt durch Zeichnungen, was sexuelle Gewalt bedeutet, wie Grenzverletzungen aussehen, und welche Hilfe wir anbieten. Denn gerade Kinder und Jugendliche mit kognitiven und/oder körperlichen Behinderungen sind viel stärker gefährdet, sexuelle Gewalt zu erleben und damit allein zu bleiben!

Flyer Beratungsstelle in einfacher Sprache

Dazu ein Statement des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig:

„Defizite, beispielsweise emotionale und/oder körperliche Bedürftigkeit, fehlende elterliche Fürsorge oder auch zu wenig Wissen über sexuelle Themen, machen grundsätzlich besonders verletzlich.
Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen sind durch Pflege- und medizinische Maßnahmen daran gewöhnt, dass Menschen über ihre Grenzen gehen.
Erwachsene Täter und Täterinnen haben durch die benötigten Pflege- und Betreuungsmaßnahmen viele Gelegenheiten, Grenzen zu überschreiten und so zu tun, als ob das zur notwendigen Pflege gehören würde.

Umso wichtiger ist es, genau hinzuhören und ein offenes, vertrautes Umfeld zu gewährleisten, wenn Kinder und Jugendliche mit Behinderung auf (sexuelle) Gewalt aufmerksam machen.“

#GemeinsamGegenMissbrauch #KeinKindAlleineLassen #Missbrauchsbeauftragter #SexuelleGewalt #Kinderschutz #Missbrauch #UBSKM

Wir stellen ein!

Wir suchen zum frühestmöglichen Termin  einen

SOZIALPÄDAGOGEN  (m/w/d)

oder vergleichbarer Abschluss

Ihr Aufgabenspektrum:

  • Fachberatung bei sexualisierter Gewalt
  • Beratung Betroffener und deren Vertrauenspersonen
  • Durchführung von Präventionsprojekten mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
  • Durchführen von Informations-/Fortbildungsveranstaltungen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder vergleichbare Qualifikation
  • Fachkompetenz im Themenfeld „sexualisierte Gewalt“
  • Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
  • Organisationsfähigkeit, selbständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit
  • Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen

Wir bieten:

  • Stellenumfang 50 – 100 %
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
  • Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
  • Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefits

 

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 31.12.21 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de

Fragen beantwortet gern Herr Niemann, Telefon 0 41 21 – 47 57 3 – 0

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Wir stellen ein!

Wir stellen ein!

Wir suchen zum frühestmöglichen Termin  für unser Traumazentrum

SOZIALPÄDAGOGE / PSYCHOLOGE (m/w/d)

mit therapeutischer Zusatzqualifikation
 (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche)

Sie sollten engagiert und flexibel sein und traumapädagogische und/oder traumatherapeutische Kompetenzen mitbringen.

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder Psychologie mit therapeutischer Zusatzqualifikation
  • Erste Berufserfahrung wünschenswert
  • Sicherheit im Auftreten
  • Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
  • Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen

Wir bieten:

  • Teilzeit mind. 20 Std./Woche
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
  • Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
  • Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefits

 

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 31.12.21 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de

Fragen beantwortet gern Herr Niemann, Telefon 0 41 21 – 47 57 3 – 0

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Tolle Spendenaktion bei betterplace – zugunsten unserer Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund

Der Musiker Jörg Hofmann hat ein eindrückliches Tanz & Musik-Video auf der Spendenplattform „betterplace“ hochgeladen. Sein Stück „Lullaby in times of war“ ist allen Kindern gewidmet, die unter kriegerischer Gewalt und deren Auswirkungen leiden.
Hofmann: „Lass uns gemeinsam Musik, Tanz und die Kraft dieses Films einsetzen, um minderjährige Opfer besser schützen sowie körperliche und psychische Folgen bestmöglich begleiten zu können.“

Link zur Spendenaktion: https://betterplace.org/f39469

Das Spenden über die Plattform betterplace ist sicher und unkompliziert – gerne den link auch teilen!

Jörg Hofmann hat sich für seine Aktion sechs Projekte ausgesucht, an die die Spendengelder weitergeleitet werden – unser Projekt „Hilfe für traumatisierte Kinder, Jugendliche und Eltern aus Kriegsgebieten“ ist eines davon.

Es sind bereits einige Spenden zusammengekommen. Wir freuen uns sehr über diese künstlerische Unterstützung und möchten uns bei allen Beteiligten bedanken!

Mehr Geld für Schulische Gewaltprävention

Der Kreis Pinneberg erhöht nach einem Beschluss des Jugendhilfeausschusses Ende vergangenen Jahres das Budget der Schulischen Gewaltprävention auf 500.000 Euro. Durch diese Mittelerhöhung sind zusätzliche gewaltpräventive Maßnahmen an den Schulen realisierbar. Und es werden neue Projekte angeboten, die ein besonderes Augenmerk auf rassistische, diskriminierende, gewaltbereite und gewalttätige Tendenzen legen und sich mit dem ungefilterten und missbräuchlichen Gebrauch von digitalen Medien beschäftigen. Zudem soll es Angebote aus dem Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt geben.

Die schulische Gewaltprävention im Kreis Pinneberg wird seit 2008 durch drei Träger durchgeführt: den Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V., die AWO Schleswig-Holstein gGmbH und den Wendepunkt e.V. Seitdem sind an vielen Grund- und weiterführenden Regelschulen verlässliche Strukturen entstanden, so dass die Maßnahmen der Gewaltprävention Bestandteil vieler schuleigener Präventionskonzepte geworden sind.

Im vergangenen Jahr wurden durch die Präventionsprojekte 9100 Menschen erreicht – davon 7258 Schülerinnen und Schüler. Dass der Kreis dieses beispielhafte Engagement noch weiter ausbaut, freut uns sehr!

Alle drei Träger erleben bei ihrer aktuellen Arbeit in den Schulen, dass Konflikte und auch Gewalt unter den Schüler*innen durch Lockdown und andere Pandemie-bedingte Einschränkungen zugenommen haben. Umso wichtiger, dass Präventionsprojekte durchgeführt werden, in denen die Schülerinnen und Schüler sensibilisiert werden und eine tolerante und menschenfreundliche Grundhaltung gefördert wird.

Der Kreis Pinneberg wird sich gemeinsam mit den Trägern der Schulischen Gewaltprävention auch wieder am Anti-Mobbing-Tag Schleswig-Holstein am 2. Dezember beteiligen. Es wird eine Online-Fortbildungsveranstaltung für alle Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen im Kreis Pinneberg geben, in der Methoden zur systemischen Konfliktberatung vorgestellt werden. Eine weitere geplante Fortbildung zur Kollegialen Fallberatung, die nur im direkten Miteinander sinnvoll ist, wird auf das Frühjahr verschoben.

Foto: Silvia Stolze (Team Prävention und Jugendarbeit des Kreises Pinneberg), Anja Wendland (Leitung Prävention, Schulische Gewaltprävention in der Region Elmshorn-Barmstedt, Fachstelle Schutzkonzepte beim Wendepunkt e.V.), Karola Ranft (Leitung Schulische Gewaltprävention in der Region Pinneberg-Quickborn beim Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V.) und Leonie Schreiber (Schulische Gewaltprävention in den Regionen Tornesch-Uetersen und Wedel-Schenefeld bei der AWO Schleswig-Holstein gGmbH)

Neues Gruppenangebot im Wendepunkt

Für Familien mit Kleinkindern, welche während der Schwangerschaft, der Geburt oder innerhalb der ersten 3 Lebensjahre des Kindes traumatische Erlebnisse hatten.

Körperliche oder sexuelle Gewalterfahrungen, permanente Demütigung, plötzlicher Verlust einer nahestehenden Person, Miterleben von Krieg und Flucht und existentielle (Zukunft-) Ängste, traumatische Erlebnisse unter oder nach der Geburt, aber auch chronische Stresserfahrungen während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes können nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei ihrem (ungeborenen) Kind tiefe seelische Verletzungen hinterlassen und starke Ängste sowie tiefgreifende Ohnmachtsgefühle auslösen.

Neben der Einzelberatung und Therapie des gesamten Familiensystems bieten wir jetzt auch eine offene Gruppe an – an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat (außer in den Weihnachts- und Sommerferien) bei uns im Wendepunkt. Immer von 17:00 bis 18:30 Uhr. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus, die in einer ähnlichen Situation sind, und sprechen Sie mit unseren Fachkräften!

Schreit Ihr Kind über viele Stunden? Lässt es sich nur schwer beruhigen? Schläft Ihr Kind schlecht ein? Wacht Ihr Kind nachts immer wieder aufgrund von Alpträumen auf? Weint es oft? Erscheint es übermäßig traurig oder wütend? Kann es sich schwer von Ihnen trennen? Haben Sie den Eindruck, Ihr Kind nicht richtig zu verstehen? Fühlen Sie sich überfordert? Wenn eines dieser Symptome auf Ihre Situation zutrifft, finden wir mit Ihnen gemeinsam eine Lösung für die hochbelastende Situation!

Tel.: 0 41 21 / 4 75 73 -0

info@wendepunkt-ev.de

Gärtnerstraße 10 – 14, 25335 Elmshorn

8. Interdisziplinäre Traumafachtagung im Hybrid-Format war ein voller Erfolg!

„Auswirkungen von traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“ – über 200 Fachkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar der Schweiz und Österreich haben an unserer 8. Interdisziplinären Traumafachtagung teilgenommen!

Die Resonanz war sehr positiv, die Interaktion zwischen der Veranstaltung in Elmshorn und der eigens eingerichteten Online-Plattform hat reibungslos funktioniert, und Fachkräfte konnten sich entweder persönlich oder interaktiv austauschen – wir sind froh, dass sich die langen Vorbereitungen gelohnt haben! Ein großes Dankeschön an das gesamte Team und alle Mitwirkenden!!

Inhaltlich war die hochkarätig besetzte Veranstaltung sehr informativ und hat ein breites Themenspektrum abgedeckt.

„Traumatische Erfahrungen belasten nicht nur die Betroffenen, sondern können an die nächste Generation weitergegeben werden“, erklärte Prof. Dr. Claudia Buß vom Institut für Medizinische Psychologie der Charité Berlin. Langzeitstudien haben gezeigt, dass sich mütterlicher Stress und Traumatisierungen während und sogar vor der Schwangerschaft auf die Gehirnentwicklung und emotionale Entwicklung des Kindes auswirken können.

Auf der Traumafachtagung kamen Wissenschaftler*innen, Psycholog*innen, Therapeut*innen, Pädagog*innen und andere Fachkräfte zusammen, um über neue Erkenntnisse und Ansätze der traumatherapeutischen Arbeit zu informieren und sich auszutauschen.

„In den Vortragssaal wurden Fragen aus Wohnzimmern in Süddeutschland weitergereicht. Das neuartige Hybridformat für diese Veranstaltung war eine große Herausforderung für uns, aber die Interaktion klappt sehr gut. Und so können Fachkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen, teilweise sogar aus der Schweiz und Österreich“, freut sich Wendepunkt Geschäftsführer Dirk Jacobsen.

„Die Erkenntnisse der Traumatherapie sind ein Schlüssel für die psychische Gesundheit – wir müssen diese Erkenntnisse noch viel besser und breiter nutzen. Solche Veranstaltungen müssen fortgesetzt und weiter ausgebaut werden, um das Thema noch präsenter zu machen“, wünscht sich Prof. Dr. Ingo Schäfer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Nach seiner Erfahrung haben ein Drittel bis die Hälfte aller psychisch Erkrankten traumatische Erfahrungen. In seinem Vortrag beschäftigte sich Prof. Schäfer mit dem Zusammenhang zwischen Trauma und Substanzmissbrauch.
Suchtprobleme zählen zu den häufigsten Folgen traumatischer Erfahrungen.

Diplom-Pädagoge Prof. Dr. Harald Karutz von der MSH Medical School Hamburg stellte die Ergebnisse seines Forschungsprojekts im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur psychosozialen Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen vor. „Wir wissen, dass nach Unglücken, Krisen und Katastrophen nicht nur die Kinder und Jugendlichen Unterstützungsangebote benötigen, sondern auch ihre Familien und das weitere soziale Umfeld. Wir brauchen ganz viel Vernetzung und Zusammenarbeit. Die Polizei- und Einsatzkräfte vor Ort müssen mit den Seelsorgern sprechen, Therapeuten mit Lehrkräften, Erzieher mit Eltern – alle müssen sich austauschen, um den Bedürfnissen von Kindern gerecht zu werden. Die Erkenntnisse liegen vor, jetzt geht es darum, sie umzusetzen. Zu diesem Thema haben wir drei Jahre lang intensiv geforscht – und ich hoffe von Herzen, dass unsere Projektergebnisse berücksichtigt werden.“

Die Traumafachtagung wird von der Interdisziplinären Trauma-Ambulanz Westholstein ausgerichtet – einer Kooperation des Wendepunkt e.V. mit der Regio Klinik Elmshorn.

„Über 80 % der Kinder, die zu uns kommen, haben Traumatisierungen. Und oft ist auch die Familie betroffen“, erzählt Dr. Andreas Jakob von der Regio Klinik. „Die Traumafachtagung bietet eine lohnenswerte Mischung aus Wissenschaft und Praxis – hier kann man andere Ideen einholen und sich austauschen, das ist sehr wichtig.“

Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage, wie die seelische Widerstandskraft von Kindern in der Praxis in Kita und Schule gefördert werden kann, um die Kinder in der Entwicklung ihrer psychischen Gesundheit zu stärken.

Einen ungewöhnlichen Impuls gab Traumafachberaterin und Gesangspädagogin Dorit Lorenz-Heinrich – sie setzt ihre Erfahrungen musikalisch um. „Ich will Betroffenen eine Stimme geben und künstlerisch umsetzen, was ich in Sitzungen hören. Damit kann ich einen Einblick geben, wie sich die Betroffenen von traumatischen Erlebnissen fühlen.“

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzelne Themen und Ansätze in ganztägigen Workshops vertiefen.

Foto Veranstalter und Referent*innen (von links nach rechts):

Sophie Firle, Dirk Jacobsen (beide Wendepunkt e.V.), Dorit Lorenz-Heinrich (Traumafachberaterin und Gesangspädagogin), Dr. Andreas Jakob (Regio Klinik Elmshorn), Prof. Dr. Claudia Buß (Charité Berlin), Prof. Dr. Ingo Schäfer (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Prof. Dr. Harald Karutz (Medical School Hamburg)

 

Vertrauen – aber sicher! Gemeinsam gegen Missbrauch

Wir vom Wendepunkt e.V. unterstützen die Aktionswoche des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) für mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen. „Vertrauen aber sicher“ soll darauf aufmerksam machen, dass gerade im engsten Vertrauenskreis, in Familien und im sozialen Nahfeld, Missbrauch am häufigsten stattfindet – obwohl gerade dort Kinder und Jugendliche sich sicher fühlen sollten.

Diese Erfahrung müssen wir bei unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, leider auch immer wieder machen – die meisten Fälle ereignen sich im nahen Umfeld.

Ein wichtiges Zeichen im Rahmen des „Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt“.

Es ist wichtig, dass Menschen erfahren, dass es Hilfe gibt. Sie sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie von sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend betroffen sind oder einen Verdacht haben, dass in ihrem Umfeld Kinder oder Jugendliche sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Wir möchten, dass die Gesellschaft über das Thema spricht und auf Hilfeangebote hinweist.

Menschen im Kreis Pinneberg können sich direkt an den Wendepunkt wenden:

www.wendepunkt-ev.de

oder sie finden Hilfe hier:

www.hilfe-portal-missbrauch.de
www.hilfe-telefon-missbrauch.de

#EndChildSexAbuseDay #VertrauenAberSicher