Aktuelles

Kindeswohlgefährdungen in S-H nehmen drastisch zu

Neuer Höchststand bei Kindeswohlgefährdungen in Schleswig-Holstein – in 2024 wurden 2721 Gefährdungen gemeldet. Im Vorjahr waren es 1841 Fälle – das ist ein Anstieg um 47,8 %!

Der häufigste Grund: Kinder werden von ihren Eltern vernachlässigt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um fehlende erzieherische Einflussnahme bei unregelmäßigem Schulbesuch oder um unzureichende Pflege und Versorgung des Kindes z. B. mit Nahrung, sauberer Kleidung und Hygiene, so das Statistikamt Nord.

In 38 % der Fälle kam es zu psychischen Misshandlungen, in 23 % zu körperlichen Misshandlungen und in 5 % zu sexueller Gewalt. Pro Fall können mehrere Ursachen angegeben werden.

Fachkräfte aus den Jugendämtern sehen unterschiedliche Gründe für die deutliche Zunahme. Hinweise würden früher gemeldet und systematischer geprüft. Fachkräfte, Polizei und Gerichte seien stärker in den Kinderschutz eingebunden und die Schwelle für Meldungen niedriger. Gleichzeitig stünden viele Familien unter zunehmendem Druck: Armut, psychische Erkrankungen, Sucht oder häusliche Gewalt erschweren den Alltag und können das Risiko für Kindeswohlgefährdung erhöhen.

Das führt zu einer großen Belastung der Jugendämter und der Beratungsstellen.

Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, besteht dringender Handlungsbedarf!

Wir bieten für den Kreis Pinneberg InsoFa-Fachberatung für Kinderschutz an – InsoFa steht für „Insoweit erfahrene Fachkraft“. Wenn Fachkräfte den Verdacht haben, dass ein Kind Gewalt erfährt oder erfahren hat, vernachlässigt wird oder in anderer Form gefährdet ist, können sie sich von einer InsoFa beraten lassen. Die Beratung ist kostenfrei!

Der Wendepunkt berät zur Kindeswohlgefährdung bei den Themen sexualisierte Gewalt und Trauma. Wir unterstützen Fachkräfte und Einrichtungen bei der Gefährdungsanalyse und der Entwicklung von Schutzmaßnahmen.

#InsoFa #Kinderschutz #Kindeswohlgefährdung #Fachberatung #KreisPinneberg #Wendepunktev #SozialeArbeit

Wir suchen Verstärkung!

Wir suchen ab sofort (vorerst befristet bis Ende 2026) für unseren Bereich Traumapädagogik in KiTa und Grundschulen (TIK-SH/Süd) eine*n SOZIALPÄDAGOG*IN (m/w/d)  – vorrangig für die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg.

Sie sollten engagiert und flexibel sein und traumapädagogische Kompetenzen mitbringen.

Ihre Aufgaben:

In unserem Projekt TIK-SH/Süd (Traumapädagogik in KiTa und Grundschulen) begleiten und unterstützen Sie Fachkräfte im pädagogischen Alltag. Dabei bringen Sie Ihr Wissen, Ihre Empathie und Ihre Haltung ein, um Kinder stark zu machen und Erwachsene zu sensibilisieren.

Konkret heißt das:

  • Traumapädagogische Beratung von Fachkräften aus Kitas, Familienzentren, Kindertagespflege, Grundschulen und Förderzentren
  • Konzeption, Durchführung und Weiterentwicklung von Fortbildungen und traumapädagogischen Supervisionen (Einzel- und Gruppenkontext)
  • Fachliche Begleitung und Impulsgebung zur Weiterentwicklung von Schutz- und Präventionskonzepten

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik, Sozialen Arbeit oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Traumapädagogische Kompetenzen und idealerweise eine (fortgeschrittene) Beratungsausbildung
  • Berufserfahrung in Beratung, frühkindlicher Bildung, Erwachsenenbildung oder Traumapädagogik wünschenswert
  • Kooperations- und Reflexionsbereitschaft, gepaart mit einer selbstständigen Arbeitsweise
  • Führerschein und eigener PKW (Einsätze in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Steinburg & Pinneberg)
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen

Wir bieten Ihnen:

Eine vielseitige, verantwortungsvolle Tätigkeit in einem engagierten und herzlichen Team.

25 – 39 Std/ Woche. Flexible Arbeitszeiten und Möglichkeit zum mobilen Arbeiten

Tätigkeit auch in den Nachmittagsstunden
Büro in Ahrensburg vorhanden
Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
Gesundheitsfördernde Angebote (z. B. Psygesa e.V.)
Regelmäßige Teamsitzungen, Supervision und Fortbildungen
Die Chance, aktiv zu einer gewaltfreien und achtsamen Erziehungskultur beizutragen

Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Bitte senden Sie diese per Mail als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de  Fragen beantwortet gern Louisa Periñan – Telefon 0 41 21 – 47 57 3 – 0, perinan@wendepunkt-ev.de.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.tik-sh.de .

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Unser neu gestalteter Anti-Mobbing-Parcours

Selbst erleben, wie sich Mobbing anfühlt – und lernen, was man tun kann, um zu helfen oder das Geschehen zu stoppen. Das soll unser interaktiver Anti-Mobbing-Parcours den Schüler*innen nahebringen.

Die 5. Klasse der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule Elmshorn hat gerade das Präventionsprojekt des Wendepunktes durchlaufen und dabei auch den Anti-Mobbing-Parcours kennengelernt. Das Thema ist allen leider sehr vertraut. „In der Grundschule wurde ein Mitschüler ständig gemobbt. Er hat viel geweint und schließlich die Schule gewechselt. Ich hatte Angst, mich einzumischen, weil ich dann auch gemobbt werde“, erzählt die 12jährige Lois. Auch ihre Mitschülerinnen können über eigene Erlebnisse berichten.

„Im Schnitt sind es 2 bis 3 Schüler*innen pro Klasse, in der wir die Projekte durchführen, die selbst schon mal Mobbing erfahren haben“, weiß Carolina Schlüter vom Wendepunkt. „Das fängt meist klein an, wird dann immer größer und dann werden zum Beispiel Videos von den Betroffenen gemacht und spezielle WhatsApp-Gruppen gegründet.“ Anke Schulz, Koordinatorin der Präventionsprojekte an der Boje-Schule, ergänzt: „Mobbing gab es schon immer, das ist immer ein Thema an der Schule, aber jetzt gibt es noch andere Kanäle. Durch die digitalen Medien hört das ja nachmittags nicht auf, die Betroffenen haben keine Ruhe mehr. Wenn sich eine solche Situation erstmal verfestigt, dann kann es richtig schiefgehen.“

Um dieses wichtige Thema den Schüler*innen möglichst greifbar nahezubringen, haben wir den Anti-Mobbing-Parcours entworfen. In kleinen Gruppen durchlaufen die Jugendlichen unterschiedliche analoge und digitale Stationen. Sie setzen sich mit den verschiedenen Rollen der einzelnen Beteiligten in einer Mobbingsituation auseinander, erfahren mehr über Zahlen und rechtliche Konsequenzen sowie Hilfsangebote und Anlaufstellen und können in typische Mobbing-Beleidigungen hineinhören, was die verbale Gewalt emotional erfahrbar macht. „Das mit den Kopfhörern, wo wir in die Beleidigungen reinhören konnten, fand ich gut. Weil man da hört, wie sich das anfühlen muss, wenn man gemobbt wird“, sagt die 12jährige Alis.

Der Wendepunkt hat den Anti-Mobbing-Parcours vor zwei Jahren entwickelt und bereits mehrfach und mit sehr positiver Resonanz in Schulprojekten einsetzen können. Dank einer großzügigen Spende der Martha & Heinz-Ulrich Grade-Stiftung von 3.000 € konnten wir den Parcours völlig überarbeiten, technische Geräte sowie neue Gestaltungselemente anschaffen. Stiftungsvorsitzende Angelika Grade-Schielein konnte selbst beobachten, wie der Parcours bei den Jugendlichen ankommt. „Das ist eine sehr lebendige Interaktion – ich bin begeistert, wie das angenommen wird und wie viele Informationen dabei vermittelt werden. Die Gruppe wird durch den Parcours gestärkt.“

Alis, Lois und die anderen sagen, sie wissen jetzt besser, wie sie helfen können. Denn am stärksten sind nicht diejenigen, die mobben. Sondern die größte Gruppe: die der Zuschauer. „Die begreifen sich in der Regel nicht als Gruppe. Aber wenn die was machen und eingreifen, dann können sie was bewirken. Wir versuchen, die Jugendlichen zu stärken und sie in die Verantwortung zu nehmen“, sagt Carolina Schlüter.

Alle 5. Klassen der Boje-Schule durchlaufen diese Woche das Projekt.

Ein herzliches Dankeschön an die Grade-Stiftung!

Foto: Björn Schünemann (Schulsozialarbeiter), Anke Schulz, Angelika Grade-Schielein, Carolina Schlüter, Heike Scheffler (Schulkoordinatorin), Bianca Tietz (Leiterin des Fachbereichs Prävention im Wendepunkt)

#AntiMobbingParcours #Mobbing #Cybermobbing #Prävention #Gewaltprävention #Wendepunktev

Ein großes Dankeschön an das Kinderhilfswerk Quickborn

Wir freuen uns sehr, dass das Kinderhilfswerk Quickborn auch im nächsten Jahr unsere Arbeit vor Ort mit 6.000 Euro unterstützen wird!

Das Kinderhilfswerk sammelt über das Jahr Spenden und führt Veranstaltungen durch, um Kinder und Jugendliche in und um Quickborn zu unterstützen. Ein Teil der Gelder fließt in die Arbeit von einzelnen Organisationen in Quickborn, die sich für Kinder, Jugendliche und ihre Familien einsetzen.

Durch die Spende des Kinderhilfswerks und die Zuwendung durch die Stadt Quickborn ist es uns möglich, in der Kieler Straße 93 in Quickborn eine kleine Zweigstelle zu unterhalten, in der wir jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr eine kostenlose Sprechstunde anbieten. Wir beraten Kinder, Jugendliche, bei Bedarf auch ihre Bezugspersonen sowie Fachkräfte bei sexueller Gewalt und häuslicher Gewalt. Das Angebot vor Ort senkt für Betroffene aus Quickborn die Schwelle für die Kontaktaufnahme – was gerade bei diesen sensiblen Themen wichtig ist.

Wir bieten vor Ort auch erste Hilfe nach unterschiedlichen Traumatisierungen im Rahmen unserer Trauma-Ambulanz.

Außerdem führen wir an allen weiterführenden Schulen in Quickborn regelmäßige Projekte zur Prävention sexueller Gewalt durch. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren, sie darin zu unterstützen, sich vor sexueller Gewalt zu schützen und sie darin zu bestärken, sich Unterstützung und Hilfe bei erwachsenen Vertrauenspersonen zu holen. Prävention ist elementar, um sexuellen Missbrauch aufzudecken und verhindern zu helfen.

Das Kinderhilfswerk wird an diesem Wochenende auf dem Quickborner Weihnachtsfest in der Innenstadt wieder eine große Tombola anbieten, bei der jedes Jahr viele Spendengelder zusammenkommen. Am Samstag, den 6.12. von 14 bis 20 Uhr kann man tolle Preise gewinnen – und dabei etwas Gutes tun! Lokale Unternehmen haben wieder sehr großzügig hochwertige Waren gespendet, wie uns Marvin de Vries, der seit 15 Jahren im Kinderhilfswerk aktiv und seit 3 Jahren Vorstandsvorsitzender ist, voller Begeisterung berichtet hat.

Wir bedanken uns im Namen der Quickborner Kinder und Jugendlichen für das großartige Engagement des Kinderhilfswerks!

Foto: Marvin de Vries, Maike Möller (beide Kinderhilfswerk), Dirk Jacobsen, Sascha Niemann (Wendepunkt)

#Quickborn #Kinderhilfswerk #TraumaAmbulanz #Prävention #Wendepunktev

Engagiert gegen Mobbing

Heute am 2. Dezember ist der Anti-Mobbing-Tag in Schleswig-Holstein.

Dazu passt, dass wir gerade mit ein paar engagierten Schüler*innen der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule Elmshorn und der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule Elmshorn ein besonderes Projekt durchgeführt haben. Wir haben für unsere Präventionsarbeit einen interaktiven Anti-Mobbing-Parcours entwickelt, der das Thema für die Schüler*innen erlebbar macht. Dabei durchlaufen sie in kleinen Gruppen unterschiedliche analoge und digitale Stationen. Sie setzen sich zum Beispiel mit den verschiedenen Rollen der einzelnen Beteiligten in einer Mobbingsituation auseinander, erfahren mehr über Zahlen und rechtliche Konsequenzen sowie über Hilfsangebote und Anlaufstellen.

Bei einer Station können sie in typische Mobbing-Beleidigungen hineinhören, was die verbale Gewalt emotional erfahrbar macht. Um diese Station authentisch zu machen, haben wir uns mit den Schüler*innen zusammengesetzt und Texte für verschiedene Mobbing-Situationen entwickelt. Anschließend wurden diese Texte aufgenommen.

Gar nicht so einfach – aber die Schüler*innen waren mit vollem Einsatz dabei! Eine 13jährige Teilnehmerin berichtet: „Ich bin selbst schon gemobbt worden und kenne auch andere, die das erfahren haben. Es ist wichtig, dass Leute realisieren, dass Mobbing die Menschen verletzt. Es ist traurig, diese Beleidigungen in dem Parcours zu hören, aber es ist wichtig, damit die Leute verstehen, dass es nicht gut ist, so etwas zu machen.“ Ihre Mitschülerin ergänzt: „Für diejenigen, die das nicht erleben, ist es gut, das mal zu hören, damit sie sehen, wie sich das anfühlt, und damit sie dann in solchen Situationen helfen.“

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Schüler*innen – euer Einsatz war ganz toll!!

Der Anti-Mobbing-Parcours kommt bei unseren Präventionsprojekten in der Region Elmshorn-Barmstedt zum Einsatz.

#AntiMobbingParcours #Mobbing #Cybermobbing #Prävention #Gewaltprävention #AntiMobbingTag #Wendepunktev

Opferschutztag in Kiel: Unser Angebot der psychosozialen Nachsorge nach Strafaten (PNS)

Wir waren auf dem 4. Opferschutztag in Kiel eingeladen und haben dort unser Angebot für Opfer von Straftaten vorstellen können.

Der Opferschutz ist elementar, um auf die Belange und Bedürfnisse von Betroffenen aufmerksam zu machen und wirkungsvolle Hilfen zu etablieren!

Auf Einladung der Stabstelle Opferschutz im Ministerium für Justiz und Gesundheit und der Opferschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein kamen Vertreter*innen aus Justiz, Verwaltung, Beratungsstellen, Politik, Polizei und Ministerien zusammen, um den Opferschutz in den Fokus zu rücken und sich zu vernetzen.

Der Wendepunkt bietet im Auftrag des Justizministeriums landesweit psychosoziale Akuthilfe nach strafrechtlich relevanten Großschadenslagen an. Das ist eine Situation wie nach dem Messerattentat in Brokstedt – oder zum Beispiel nach einem möglichen Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt. Nach der akuten Versorgung vor Ort können sich die Betroffenen an den Wendepunkt e.V. wenden, um eine weiterführende Nachsorge zu bekommen.

Sascha Niemann, der im Wendepunkt den Fachbereich Traumazentrum und Beratung leitet, stellte das Angebot vor. „Nach traumatischen Ereignissen brauchen die Betroffenen möglichst schnelle Hilfe und eine psychosoziale Intervention, damit sie das Erlebte verarbeiten können und sich die Symptome nicht festsetzen. Da es bis zu ein halbes Jahr dauern kann, bevor die Betroffenen einen Termin bei niedergelassenen Ärzten bekommen, bilden wir eine Brücke in der Versorgung. Wir helfen dann auch dabei, die Betroffenen bei Bedarf in die weiterführende Versorgung vor Ort einzubinden“.

Auch Angehörige und Bezugspersonen können sich beraten lassen – ebenso wie Fachkräfte.

Darüber hinaus bieten wir auch psychosoziale Nachsorge nach Straftaten, die nicht unmittelbar unter die Kriterien des ehemaligen Opferentschädigungsgesetzes fallen – dazu zählen zum Beispiel Straftaten ohne Gewalteinsatz wie Einbrüche oder Betrugskriminalität.

Ängste, Hilflosigkeit, immer wiederkehrende Bilder von dem Ereignis, das Gefühl von Ohnmacht – das Erleben oder Miterleben einer Straftat kann hochbelastend oder sogar traumatisierend sein.

Für Betroffene haben wir eine Sprechstunde eingerichtet:  Dienstag 10-12 Uhr und Donnerstag 14-16 Uhr. Die Beratung ist kostenlos unter der Nummer 0800 – 3700800.

Weitere Informationen: https://www.wendepunkt-ev.de/psychosoziale-nachsorge-nach-straftaten-pns/

#Opferschutztag #Opferschutz #Wendepunktev #psychosozialeNachsorge #Opferschutzbeauftragte #StabstelleOpferschutz

Wir sagen Danke – die Haspa unterstützt die Arbeit des Wendepunktes mit 1.500 Euro

Dafür werden wir neue Möbel für unseren Kunsttherapie-Raum anschaffen. Wir brauchen zum Beispiel einen übergroßen Tisch, damit wir auch in Gruppen gemeinsam kreativ werden können und gemeinsam an großen Kunstwerken arbeiten können.

Seit längerer Zeit bieten wir erfolgreich im Rahmen unserer Trauma-Ambulanz und der Hilfen zur Erziehung kunsttherapeutische Maßnahmen an. Wenn Kinder und Jugendliche hochbelastende Erfahrungen machen mussten, dann macht sie dies nicht selten sprachlos – sie ziehen sich zurück, kapseln sich ab oder reagieren aggressiv auf angebotene Hilfe. Genau hier kann die Kunstpädagogik und –therapie helfen. Sie bietet durch ihren nonverbalen Zugang die Möglichkeit, Unaussprechliches zu kommunizieren, und eine Brücke über die Sprachlosigkeit hinweg zu bauen.

In der kreativen Arbeit werden Themen sichtbar, die im gemeinsamen und vertrauensvollen Setting betrachtet werden können. Entgegen einem oft erfahrenen Ohnmachtsgefühl erleben sich die Kinder und Jugendlichen in der sinnlichen, gestalterischen Arbeit als aktiv, hier entsteht ein verbessertes Erleben von Selbstwirksamkeit und stärkerer Beziehungsfähigkeit.

In diesem Jahr sind beim sogenannten Lotteriesparen der Haspa ganze 55.000 Euro zusammengekommen – und mit dieser Summe werden wieder viele Vereine aus der Region in ihrer Arbeit und ihrem Engagement unterstützt.

In der Haspa-Filiale in Wedel kamen Verteter*innen der einzelnen Vereine zusammen und berichteten, was mit den Spendengeldern finanziert wird. Lebensrettende Geräte für die Erste Hilfe der First Responder, ein Naturlehrpfad für Kinder, neue Uniformjacken für Musiker, Fußballtore, Lehrmaterial für den Schwimmunterricht, neue Möbel für die Familienhilfe.

Wir freuen uns, dass so viele Vereine in ihrer wertvollen Arbeit unterstützt werden – und bedanken uns ganz herzlich bei der Haspa und ihren Sparern für ihr Engagement!

Foto:

Dirk Jacobsen, Geschäftsführer Wendepunkt e.V.

Luca Breuksch, Azubi in der Filiale Schenefeld

#Haspa #Lotteriesparen #Wendepunktev #Kunsttherapie #Kunstpädagogik #Trauma #Traumaambulanz #Erziehungshilfen #Vereinsleben #Ehrenamt

Straftaten gegen Frauen und Mädchen nehmen weiter zu – Häusliche Gewalt war laut Statistik des BKA in 2024 auf Höchststand.

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 265.942 Menschen Opfer Häuslicher Gewalt das ist ein neuer Höchststand. Die Opfer sind mit 70,4 Prozent überwiegend weiblich. Zur Häuslichen Gewalt zählt sowohl die Partnerschaftsgewalt als auch die Innerfamiliäre Gewalt, also Gewalthandlungen zwischen Eltern, Kindern, Geschwistern und anderen Angehörigen.

Im Bereich der Partnerschaftsgewalt stieg die Zahl der Opfer um 1,9 Prozent auf 171.069. Partnerschaftsgewalt trifft nach wie vor überwiegend Frauen: rund 80 Prozent der Opfer sind weiblich.

Im Jahr 2024 wurden laut PKS 53.451 Frauen und Mädchen Opfer von Sexualdelikten (+2,1 % gegenüber 2023). Knapp die Hälfte war zum Tatzeitpunkt minderjährig.

328 Mädchen und Frauen wurde 2024 Opfer vollendeter Tötungsdelikte.

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ ist ein Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Er wird jedes Jahr am 25. November begangen. Im englischen wird der Tag auch Orange Day genannt – die Farbe Orange symbolisiert dabei eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen.

Hier gibt es Hilfe:

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 116 016 – Kostenlose, barrierefreie und anonyme Beratung rund um die Uhr

Der Wendepunkt ist für den Kreis Pinneberg Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen und Heranwachsenden – Kontakt unter 04121/47573-0

#OrangeDay #StoppGewaltgegenFrauen #GewaltgegenFrauen #Wendepunktev

Auch Männer brauchen manchmal Hilfe

Heute ist der Internationale Männertag. Er soll Aufmerksamkeit schaffen für die geistige und körperliche Gesundheit von Jungen und Männern, Geschlechtergleichheit und spezifisch männliche soziale Themen. Ein guter Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass auch Männer von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen sind.

Weit überwiegend sind es Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, aber auch Männer erleben in ihren Familien und in Beziehungen psychische und physische Gewalt.

In 2023 waren es bundesweit 75.561 männliche Betroffene. Niemand sollte Gewalt erfahren müssen!

Die Nutzungsstatistik für Männerschutzeinrichtungen für das Jahr 2024, die von der Bundesfach- und Koordinationsstelle Männergewaltschutz (BFKM) geführt wird, zeigt, dass immer mehr Männer Hilfe in Schutzeinrichtungen suchen.

In 2024 meldeten sich nach Angaben der BFKM 751 Männer bei einer Gewaltschutzeinrichtung. Das sind rund 41 Prozent mehr als noch im Jahr 2023 mit 533 Hilfesuchenden. Das Problem: bisher gibt es kaum Schutzeinrichtungen für Männer. Nur 126 der 751 Schutz suchenden Männer fanden den Angaben zufolge Platz in einer Einrichtung. 256 Schutzsuchende mussten wegen Platzmangels abgelehnt werden.

Eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene in Schleswig-Holstein ist die Männerberatung SH. Hier finden Männer ab 16 Jahren, die häusliche Gewalt erleben oder in ihrer Kindheit (sexuelle) Gewalt erfahren haben, Hilfe und Unterstützung.

Auch der Wendepunkt bietet in diesem Rahmen Männerberatung an:

https://www.wendepunkt-ev.de/maennerberatung/

Hilfe bieten außerdem der Frauennotruf in Kiel und Pro Familia in Flensburg.

Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

www.maennerberatung-sh.de

#Maennerberatung #HilfenFuerMaenner #InternationalerMaennertag #männerfragen #BFKM #Wendepunktev

Stark gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Heute ist der „Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt“. Er wurde vom Europarat eingeführt, um das Problembewusstsein für das Thema zu schärfen und gegen alle Formen sexueller Gewalt an Kindern anzukämpfen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: „Neue Technologien: Bedrohungen und Chancen für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“. Seit Jahren nimmt die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Netz dramatisch zu, während gleichzeitig die Fallzahlen bei Kindesmissbrauch unverändert hoch bleiben.

Die Unabhängige Beauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben die Kampagne #NichtWegschieben ins Leben gerufen. Es ist wichtig, dass Erwachsene Verantwortung für den Schutz von Kindern übernehmen!

Zur Kampagne: https://nicht-wegschieben.de/

Es gibt dort auch einen Messenger-Kurs, in dem man erfahren kann, wie man Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen kann.

Der Wendepunkt führt an Schulen im Kreis Pinneberg Präventionsprojekte gegen sexuelle Gewalt durch. Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren, sie darin zu unterstützen, sich vor sexueller Gewalt zu schützen und sie darin zu bestärken, sich Unterstützung und Hilfe bei erwachsenen Vertrauenspersonen zu holen.

Wir führen zu diesem Thema auch regelmäßig digitale Elternabende durch.

Der Wendepunkt ist außerdem die für den Kreis Pinneberg zuständige Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

#NichtWegschieben #WendepunkteV #Prävention #Cybergrooming #SozialeArbeit