Aktuelles

Wir suchen Verstärkung für unser Team!

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für unser Leitungsteam einen engagierten Projektassistenten (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

  • Allgemeine administrative Aufgaben im Projektumfeld
  • Unterstützung der Geschäftsführung und der Fachbereichsleitungen in der Koordination und Durchführung von Projekten
  • Kommunikation mit Projektbeteiligten und Kooperationspartner*innen
  • Koordination und Organisation von Projekttreffen und -veranstaltungen
  • Unterstützung des Monitoring und der Evaluation sowie der Berichterstattung über den Projektfortschritt
  • Unterstützung der Budgetplanung und –überwachung

Ihr Profil:

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit mind. 3jähriger Berufserfahrung
  • Erfahrung mit Projektmanagementtools wünschenswert
  • Organisationsgeschick und strukturierte Arbeitsweise
  • Eigeninitiative und Flexibilität
  • Lösungsorientierte und selbständige Arbeitsweise
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit, hohe Sozialkompetenz und Belastbarkeit

Wir bieten:

  • 25 -30 Std./ Woche
  • Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
  • Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefit

https://www.wendepunkt-ev.de/jobs/projektassistenten-m-w-d-leitungsteam/

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 15.05.2024 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de

Fragen beantwortet gern Frau Anke Gülland – per Telefon erreichbar unter

04121 47573 26.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

#stellenangebot #wendepunktev #projektassistent

Kostenlose Fortbildung zu Gefahren im Internet

„Täter sind Profis in der Manipulation – wie sollen Kinder diese Strategien durchschauen? Das ist selbst für Erwachsene schwer. Noch dazu, weil sich in diesem Bereich ständig was verändert, neue Gefahren hinzukommen. Wir wollen die Schulen dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt im Internet durch Prävention und Aufklärung zu schützen.“

Wir bieten eine eintägige kostenlose Fortbildung unter dem Titel „Was passiert da eigentlich im Netz? – Die Herausforderungen der digitalen Lebenswelt“ an.

Termin: 19. Juni von 9 – 16 Uhr im Wendepunkt Fortbildungszentrum Elmshorn

Unsere Referentin Henriette Dittmer ist Mitarbeiterin der Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt, Sozialpädagogin / Sozialarbeiterin (M.A.), i.A. Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin und i.A. Kinderschutzfachkraft §8a.

Die Fortbildung findet statt im Wendepunkt Fortbildungszentrum, Gärtnerstraße 10-14, 25335 Elmshorn. Die Unfallkasse Nord finanziert dieses Angebot, die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung ab sofort ausschließlich online hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/was-passiert-da-eigentlich-im-netz_2024_01?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=themenbereichen-GP

Für alle, die tiefer in das Thema einsteigen wollen, bieten wir vom 2. bis zum 16.12. eine fünfteilige Online-Fortbildungsreihe an. Diese ist ebenfalls kostenlos. Alle Informationen und Anmeldung hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/was-passiert-da-eigentlich-im-netz_2024-02?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=themenbereichen-GP

#wfz #wendepunktev #fortbildungen

Zweitägiges Online-Seminar zum Thema Trauma

„Ich würde so gerne helfen, aber wie?´ – Wir bieten ein zweitägiges Online-Seminar über die Grundlagen zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen an.

Am 03.06. und 05.06.2024, jeweils von 16:00 bis 19:00 Uhr.

Alle Informationen und Anmeldung bis zum 24.5. hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/ich-wuerde-so-gerne-helfen_2024-01

In diesem zweiteiligen Webinar geht es darum, was unter Traumatisierung genau verstanden wird und wie sie sich bei Kindern und Jugendlichen auswirkt bzw. bemerkbar macht. Unsere fachkundige Referentin Elisabeth Hüttche erklärt, wie das menschliche Gehirn funktioniert und was traumatischer Stress dort anrichtet. Gemeinsam wird erarbeitet, wie adäquate pädagogische Unterstützungsmaßnahmen aussehen: Wie können Sie mit hochbelasteten Betroffenen arbeiten? Welche Risiko- und Schutzfaktoren sollten Sie kennen? Und wie können Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, zu sicheren Orten werden?

Die Veranstaltung richtet sich an alle Personen, die mit (potenziell) traumatisierten Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

Elisabeth Hüttche ist eine langjährig erfahrene Fachfrau auf dem Gebiet der Traumapädagogik. Die Dipl.-Psychologin hat Zusatzausbildungen im Bereich

Systemische Beratung und Therapie, Integraler Traumatherapie und ist zertifizierte Notfallpsychologin (BDP).

Dieses Seminar wird im November ein zweites Mal angeboten: 25. und 26.11.24 – alle Infos dazu hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/ich-wuerde-so-gerne-helfen_2024-02

#wfz #wendepunktev #fortbildungen #traumapädagogik

Demo für mehr soziale Gerechtigkeit

Bald ist es soweit: am 22 Mai gehen wir für soziale Gerechtigkeit und einen Masterplan für Schleswig-Holstein auf die Straße! Die Demonstration findet am Mittwoch, den 22 Mai um 11 Uhr auf dem Rathausplatz in Kiel statt.

Mittlerweile nehmen rund 70 Organisationen teil – auch der Wendepunkt e.V. ist dabei! Das breite Bündnis fordert einen stärkeren sozialen Staat und weniger Auflagen bei mehr sozialer Gerechtigkeit. Es geht um sozialen Zusammenhalt und eine klare Perspektive für die soziale Arbeit. Zu viel Bürokratie, zu wenig Geld, zu wenig Handlungsspielraum. Gestartet hat den Aufruf der Wohlfahrtsverband „Der Paritätische“ gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt.

Die Organisatoren wollen Ministerpräsident Daniel Günther einen Forderungskatalog überreichen. „Wir demonstrieren nicht gegen, sondern für etwas“, sagt Michael Saitner vom Paritätischen.

Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Menschen und Organisationen an der Demonstration beteiligen – seid dabei! Den Hinweis gerne teilen und weiterleiten!

Mehr Infos unter www.paritaet-sh.org und www.awo-sh.de

#sozialearbeit #derparitaetische #sozialegerechtigkeit #wendepunktev #masterplansh

„Abgeschleckt von einer Kuh, etwas Schiet unter dem Schuh, die Klamotten voller Stroh – und trotzdem lächeln alle froh!“

Eine passende Überschrift für einen erlebnisreichen Besuch auf dem Almthof in Appen. Mit dabei waren 10 Kinder aus unseren Erziehungshilfen und drei Mitarbeiterinnen. Der Almthof ist ein Erlebnisbauernhof mit einer modernen Landwirtschaft.

Freundlich wurden wir am Vormittag von Hofbesitzerin Frau Pein in Empfang genommen. Elisa, die gerade im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum auf dem Bauernhof absolviert, nahm uns danach mit auf eine Hofführung und zeigte uns ihre Arbeitsbereiche, nahm sich viel Zeit und erklärte den Kindern, wie moderne Milchwirtschaft funktioniert. Die vielen Fragen der Kinder beantwortete sie geduldig, und Groß wie Klein konnten etwas Neues dazu lernen. Überrascht und staunend sahen die Kinder den Milchkühen beim Melken mit den Melkrobotern zu. Die kleinen Kälbchen erhielten von uns viele Streicheleinheiten – man sah in glückliche Kindergesichter, alle Alltagssorgen schienen vergessen. Kinder und Jugendliche finden aus einem menschlichen Grundbedürfnis heraus oft einen leichteren Zugang zu Tieren als zu Menschen. So kommen Kinder und Jugendliche ganzheitlich mit sich und der Umwelt in Kontakt. Sie werden körperlich, emotional, geistig sowie sozial gefordert und gefördert.

Nicht nur die Milchkühe zählen zu den Bewohnern des Almthofs, wir besuchten auch die Schafe, Ziegen, Ponys und Hühner. Ein besonderer Spaß war das Füttern der Tiere. Nach einer kleinen Stärkung im Landgasthof erkundeten wir auf einer Treckerrundfahrt die nähere Umgebung. Natürlich kam das Toben und Spielen an diesem Tage nicht zu kurz. Auf dem Spielplatz und der Strohburg wurde geklettert, es wurden Saltos gesprungen und das Melken an einer Holzkuh wurde selbst erprobt. Zum Abschluss des schon ereignisreichen Tages ging es noch auf eine kleine Schatzsuche, auf der knifflige Fragen zum Thema Bauernhof beantwortet werden mussten. Anschließend wurden alle Kinder mit einer prall gefüllten Schatzkiste belohnt.

„Wann können wir wieder hier hinfahren?“, kam als Rückmeldung von den Kindern – und das zeigt uns, dass der Ausflug ein voller Erfolg war und allen viel Freude und Spaß bereitet hat.

#erziehungshilfen #wendepunktev #erlebnisbauernhof

10 Jahre Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch: Ein Jahrzehnt zuhören und helfen

Seit 10 Jahren gibt es das bundesweite, anonyme und kostenlose Hilfe-Telefon gegen sexuellen Missbrauch – eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene von sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend, für Angehörige, Fachkräfte und für alle Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen oder Fragen zum Thema haben. Aus der Pressemitteilung der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Kerstin Claus:

„Mit rund 50.000 Gesprächen in zehn Jahren ist das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch zu einem unverzichtbaren Hilfeangebot für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte geworden. Immer mehr Anrufende suchen Hilfe bei der Abklärung von (Verdachts-)Fällen. Ein erhöhter Hilfebedarf zeigt sich insbesondere für Jugendliche und junge Menschen bei sexualisierter Gewalt im Netz.

Rund 50.000 Gespräche seit dem Start in 2014 zeigen den großen Bedarf an diesem Angebot und spiegeln die zunehmende gesellschaftliche Sensibilisierung für das Thema sexualisierte Gewalt.

Kerstin Claus: „Die Arbeit des Hilfe-Telefons Sexueller Missbrauch ist von unschätzbarem Wert für alle Anrufenden. Die Berater*innen sind oft diejenigen, denen sich Betroffene oder Angehörige erstmalig anvertrauen. Auch Fachkräfte und andere Menschen aus dem nahen Umfeld von Kindern und Jugendlichen suchen dort zunehmend Unterstützung und die Tendenz ist steigend. Das zeigt ganz deutlich, wie wichtig die Arbeit des Hilfe-Telefons ist. Es zeigt auch: Wir müssen Hilfestrukturen nachhaltig stärken. Wir sind in der Verantwortung, sowohl die Unterstützung für Betroffene als auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zu verbessern. Dafür braucht es eine gesetzliche Grundlage, wie sie jetzt mit dem UBSKM-Gesetz vorgesehen ist. Das Gesetz befindet sich in der Ressortabstimmung und Länder und Verbände wurden beteiligt. Ich gehe davon aus und erwarte, dass es jetzt wie geplant zeitnah vom Kabinett verabschiedet wird.“

In den Gesprächen geben die Berater*innen des Hilfe-Telefons eine erste fachliche Einschätzung sowie konkrete Hinweise zum möglichen weiteren Vorgehen. Ziel der Beratung ist, dass sich die Ratsuchenden sicherer fühlen im Umgang mit der Situation. Die Berater*innen informieren darüber, wie die nächsten Schritte aussehen und welche Ansprechstellen vor Ort aufgesucht werden können.“

Wer im Kreis Pinneberg Hilfe vor Ort sucht, kann sich an unsere Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt wenden: 04121-475730, beratungsstelle@wendepunkt-ev.de

#Hilfetelefon #ubskm #sexuellegewalt #wendepunktev

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für unser Leitungsteam einen engagierten

Projektkoordinator (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

  • Unterstützung der Geschäftsführung und der Fachbereichsleitungen in der Koordination und Durchführung von Projekten
  • Kommunikation mit Projektbeteiligten und Kooperationspartnern
  • Koordination und Organisation von Projekttreffen und -veranstaltungen
  • Monitoring und Evaluation der Projektfortschritte
  • Berichterstattung über den Projektfortschritt
  • Unterstützung der Budgetplanung und –überwachung
  • Allgemeine administrative Aufgaben im Projektumfeld

Ihr Profil:

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit mind. 3jähriger Berufserfahrung
  • Erfahrung mit Projektmanagementtools wünschenswert
  • Organisationsgeschick und strukturierte Arbeitsweise
  • Eigeninitiative und Flexibilität
  • Lösungsorientierte und selbständige Arbeitsweise
  • Erfahrung in der Moderation von Gruppen
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen
  • Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, hohe Sozialkompetenz und Belastbarkeit

Wir bieten:

  • 25 -30 Std./ Woche
  • Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
  • Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefit

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 15.05.2024 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de

Fragen beantwortet gern Frau Anke Gülland – per Telefon erreichbar unter 04121 47573 26.

Der Wendepunkt e.V., Elmshorn engagiert sich für Respekt und Gewaltfreiheit in Erziehung, Partnerschaft und Sexualität. Als gewaltpräventive Einrichtung bietet er eine Vielzahl an Maßnahmen und Angeboten, um körperliche, psychische und sexuelle Grenzverletzungen früh zu erkennen, kompetent einzugreifen und für die Zukunft verhindern zu helfen. Unsere Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien sowie Fachkräfte.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Unsere Arbeit im Kreis Steinburg

168 Menschen aus dem Kreis Steinburg haben sich im vergangenen Jahr hilfesuchend an die Trauma-Ambulanz Westholstein gewandt

Deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr – Tendenz weiter steigend

Auch im Kreis Steinburg haben wir unseren Tätigkeitsbericht vorgestellt – mit besonderem Blick auf die Entwicklungen im Kreis. Seit ein paar Jahren sind wir im Rahmen unserer Trauma-Ambulanz auch im Kreis Steinburg tätig und arbeiten neben unserem Kooperationspartner Regio Klinik dort auch mit der Psychiatrischen Klinik Itzehoe zusammen. Waren es 2022 noch 105 Fallanfragen, die uns aus dem Kreis erreicht haben, so waren es im vergangenen Jahr schon 168.

„Wir beobachten in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg. Unser Hilfsangebot wird bekannter und das Netzwerk im Kreis funktioniert“, so Sascha Niemann, Leiter des Fachbereichs Traumazentrum und Beratung im Wendepunkt. „In diesem Jahr sind wir jetzt schon über unseren Durchschnittszahlen. Wenn es so weitergeht, kommen wir an die Grenzen, was wir personell abdecken können“.

Im vergangenen Jahr waren wir im Kreis besonders aktiv nach der tödlichen Messerattacke in einem Zug bei Brokstedt. Noch heute erhalten knapp 10 Betroffene in unserer Trauma-Ambulanz Unterstützung.

Die Arbeit im Kreis Steinburg wird durch das Jugendamt finanziert. „Wir sind sehr dankbar über diese Finanzierung, weil sie uns längerfristige Prozesse und längerfristige Planungen ermöglicht“, so Niemann.

#traumaambulanz #wendepunktev #brokstedt

Tag der gewaltfreien Erziehung

Am heutigen 30. April ist der Tag der gewaltfreien Erziehung. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern die gesamte Gesellschaft trägt. Und insbesondere Eltern sollen an diesem Tag ermutigt werden, das Konzept einer gewaltfreien Erziehung in ihrem Familienalltag umzusetzen.

Kinder haben in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. So steht es seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Trotzdem erfahren immer noch jeden Tag Kinder und Jugendliche Gewalt – ob körperlich oder seelisch. Zu uns in den Wendepunkt kommen Kinder und Jugendliche, die solche Erfahrungen machen mussten. Deshalb wissen wir, wie wichtig dieser Tag ist!

#keinegewaltgegenkinder #tagdergewaltfreienerziehung #kinderschutz #traumaambulanz #wendepunktev

In 2023 haben sich mehr als 1400 Menschen hilfesuchend an den Wendepunkt e.V. gewandt – eine deutliche Zunahme in fast allen Bereichen

Im vergangenen Jahr haben die Beratungsstelle Wendepunkt mehr Hilfeanfragen erreicht als je zuvor. Insgesamt 1460 – in 2022 waren es noch 1236. Besonders deutlich ist der Anstieg im Fachbereich Traumazentrum und Beratung – von 739 auf 889 Anfragen.

„Wir vermuten, dass dieser Anstieg in erster Linie auf unseren gestiegenen Bekanntheitsgrad zurückzuführen ist“, sagt Wendepunkt-Geschäftsführer Dirk Jacobsen bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts. „Mehr Menschen wissen, dass wir Hilfe bieten zum Beispiel nach Traumatisierungen. Wir hatten in 2023 aber auch ein paar besondere Herausforderungen zu bewältigen.“

So haben wir nach der tödlichen Messerattacke in einem Zug bei Brokstedt schon ab dem Tag danach im Rahmen unserer Trauma-Ambulanz umfangreich Hilfe und Unterstützung angeboten. Wir haben Betroffene und Zeugen des Attentats betreut, waren in den Schulen, haben die Fachkräfte vor Ort unterstützt und haben über mehrere Wochen gemeinsam mit der Regio Klinik eine offene Sprechstunde in Brokstedt eingerichtet.

„Einige von denen, die mit im Zug saßen und die Tat miterlebt haben, haben sich danach beispielsweise nicht mehr getraut, Zug zu fahren. Da ist durch dieses schockierende Erlebnis das Sicherheitsgefühl verloren gegangen. Wir haben ihnen gezeigt, wie sie mit den Erfahrungen umgehen können, wie sie sich stabilisieren, die Erlebnisse für sich einordnen  und sich schrittweise wieder da rantrauen können,“ berichtet Sascha Niemann, Leiter des Fachbereichs Traumazentrum und Beratung. In Folge des Ereignisses sind immer noch einige Betroffene beim Wendepunkt in Behandlung.

Als Konsequenz aus den Ereignissen hat uns das Justizministerium Schleswig-Holstein den Auftrag gegeben, akute und mittelfristige psychosoziale Nachsorge nach Straftaten (PNS)  zu leisten – und zwar in ganz Schleswig-Holstein. Opfer von Straftaten, auch von Straftaten ohne Gewalteinwirkung, die unter psychologischen Folgen leiden, erhalten bei uns Unterstützung. Dafür haben wir eine Sprechstunde eingerichtet: Dienstag 10 – 12 Uhr und Donnerstag 14-16 Uhr, zu erreichen unter der Nummer: 0800-3700800.

Gleichzeitig wird landesweit ein Netz von Gewaltpräventionsambulanzen aufgebaut, um mit Menschen zu arbeiten, die straffällig geworden sind oder zu werden drohen. Auch mit dieser Aufgabe wurden wir vom Justizministerium als einer der Träger betraut.

Außerdem gestiegen ist die Zahl der Fachkräfte, die bei uns Unterstützung im Umgang mit hochbelasteten Kindern gesucht haben. Daher freuen wir uns besonders, dass das Kieler Sozialministerium entschieden hat, das landesweite und sehr nachgefragte TiK-SH-Programm (Traumapädagogik in Kitas und Familienzentren) auch auf Grundschulen und Förderzentren zu erweitern. Gemeinsam mit zwei anderen Trägern unterstützen wir Fachkräfte in diesen Bereichen mit traumapädagogischen Fortbildungen, Beratungen und Supervision. Die Ausweitung ist ein wichtiges Signal – Fachkräfte benötigen im herausfordernden Arbeitsalltag mit hochbelasteten Kindern die nötigen Kompetenzen und eine bestmögliche Unterstützung!

In 2023 konnten wir unser 30jähriges Jubiläum begehen. Wir haben uns in den vergangenen drei Jahrzehnten von einer Ein-Frau-Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt zu einem Verein mit vielen verschiedenen Zielgruppen und knapp 60 speziell ausgebildeten Fachkräften entwickelt. Seit der Gründung haben wir über 17.000 Fälle bearbeitet.

„Wir sind dankbar, dass unsere Arbeit inzwischen ganz anders akzeptiert ist als in den Anfangsjahren,“ sagt Dirk Jacobsen. „Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass Kinder und Jugendliche unseren besonderen Schutz brauchen. Und dass Menschen nach Traumatisierungen möglichst schnell professionelle Hilfe benötigen. Wir werden von der Politik unterstützt, so dass wir diese Arbeit machen können.“

Neben vielen positiven Entwicklungen war das Jahr aber auch sehr herausfordernd für uns. Ein hoher Krankenstand, ein stetig steigender administrativer Aufwand und die langwierige Suche nach Fachkräften belasten unsere tägliche Arbeit. Der Fachkräftemangel und die gestiegene Zahl an Anfragen führen auch dazu, dass es in einigen Bereichen mittlerweile auch Wartezeiten gibt. Bei einer akuten Traumatisierung versuchen wir aber nach wie vor, sofortige Hilfe zu ermöglichen.