Aktuelles

Vortrag zu dem Zusammenhang zwischen pränatalen Traumatisierungen und den kindlichen Entwicklungen

Prof. Dr. rer.nat Claudia Buß von der Charité Berlin (Universitätsmedizinisches Institut für Medizinische Psychologie) hält den Vortrag „Stress und pränatale Programmierung der Gehirnentwicklung und das damit zusammenhängende Risiko für psychiatrische Störungen“ am 17.11. im Rahmen unserer 8. Interdisziplinären Fachtagung – die Veranstaltung wird in Präsenz sowie Online durchgeführt.

Jetzt noch anmelden! Mehr Informationen zu dem Vortrag von Pro. Dr. Buß und den anderen Vorträgen und Workshops der Fachtagung sowie Anmeldung hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel Stress, während der Schwangerschaft können die embryonale/fetale Entwicklung beeinflussen und sich auf die lebenslange Gesundheit auswirken (“Fetale Programmierung”). Es werden Daten von prospektiven Longitudinalstudien an schwangeren Frauen und ihren Kindern vorgestellt, die zeigen, dass mütterlicher Stress während der Schwangerschaft und auch bereits vorher (in ihrer eigenen Kindheit) mit Veränderungen der Gehirnentwickung und der kognitiven und emotionalen Entwicklung ihres Kindes einhergehen können.

Wir haben weitere renommierte Referent*innen für die Fachtagung gewinnen können!

Die Interdisziplinäre Traumafachtagung wird in diesem Jahr als Hybrid-Veranstaltung umgesetzt. Am 17. und 18.11. finden zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema „Auswirkungen von frühen traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den Lebensweg von Erwachsenen“ mit renommierten Experten statt. Die Präsenzveranstaltung wird gleichzeitig auf eine digitale Eventlocation transferiert, die zusätzliche Möglichkeiten zur Information und zum Austausch bietet.

Es sind noch Plätze vorhanden – seien auch Sie dabei und melden sich jetzt noch an. Nehmen Sie an der Präsenzveranstaltung teil oder nutzen Sie unser Online-Angebot mit Live-Stream, Webinaren, Hintergrundinformationen und der Möglichkeit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.  

Vortrag zum Thema „Trauma und Substanzmissbrauch“ im Rahmen unserer 8. Interdisziplinären Traumafachtagung

Suchtprobleme zählen zu den häufigsten Folgen traumatischer Erfahrungen. Oft treten sie gemeinsam mit weiteren Traumafolgen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung auf.

Prof. Dr. Ingo Schäfer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS), Universität Hamburg, hält einen Vortrag zum Thema „Trauma und Substanzmissbrauch“ im Rahmen unserer 8. Interdisziplinären Traumafachtagung.

Jetzt noch anmelden! Mehr Informationen zu dem Vortrag von Pro. Dr. Schäfer und den anderen Vorträgen und Workshops der Interdisziplinären Traumafachtagung sowie Anmeldung hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

Bei Betroffenen müssen beide Problembereiche im Rahmen der Beratung und Behandlung berücksichtigt werden, um eine langfristige Stabilisierung zu erreichen. Im Vortrag werden unterschiedliche Aspekte des Zusammenhanges zwischen traumatischen Erfahrungen, posttraumatischen Störungen und Suchterkrankungen diskutiert und Konsequenzen für die Praxis daraus abgeleitet.

Wir haben weitere renommierte Referent*innen für die Fachtagung gewinnen können!

Die Interdisziplinäre Traumafachtagung wird in diesem Jahr als Hybrid-Veranstaltung umgesetzt. Am 17. und 18.11. finden zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema „Auswirkungen von frühen traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den Lebensweg von Erwachsenen“ mit renommierten Experten statt. Die Präsenzveranstaltung wird gleichzeitig auf eine digitale Eventlocation transferiert, die zusätzliche Möglichkeiten zur Information und zum Austausch bietet.

Es sind noch Plätze vorhanden – seien auch Sie dabei und melden sich jetzt noch an. Nehmen Sie an der Präsenzveranstaltung teil oder nutzen Sie unser Online-Angebot mit Live-Stream, Webinaren, Hintergrundinformationen und der Möglichkeit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.  

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

Neues Stellenangebot! Wir suchen SOZIALPÄDAGOG*INNEN oder PSYCHOLOG*INNEN

Wir suchen per sofort für unseren Fachbereich Ambulante Rückfallprophylaxe am Standort Hamburg

SOZIALPÄDAGOG*INNEN oder PSYCHOLOG*INNEN

Sie sollten engagiert und flexibel sein, eine therapeutische Zusatzqualifikation sowie Berufs-erfahrungen in der Arbeit mit sexuell auffälligen Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen haben.

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium der (Sozial)-pädagogik, Psychologie oder vergleichbarer Abschluss
  • eine therapeutische Zusatzqualifikation oder die Bereitschaft zur Absolvierung ebendieser
  • Erste Berufserfahrung wünschenswert
  • Erfahrung mit spezifischen Diagnostikinstrumenten wünschenswert
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten
  • Sicherheit im Auftreten
  • Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
  • Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen
  • Führerschein wünschenswert

Aufgabenbereiche:

  • Beratung und therapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting
  • Durchführung diagnostischer Maßnahmen
  • Beratungen in verschiedenen Settings (Betroffene, Angehörige, Fachkräfte)
  • Mitarbeit in verschiedenen Vernetzungsgremien
  • Durchführung von Fortbildungen

Wir bieten:

  • Mindestens 30 Std./Woche
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
  • Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefits

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 12.11.21 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de

Fragen beantworten gern Bernd Priebe oder Karl Michaelis, Telefon 040 / 70 29 87 61

Nähere Informationen zum Wendepunkt finden Sie unter www.wendepunkt-ev.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Es sind noch Plätze frei für unsere Traumafachtagung im Hybrid-Format!

Lust auf eine Präsenzveranstaltung und den direkten Austausch mit Kolleg*innen?

Oder Sie nutzen unser Online-Angebot mit Live-Stream, Webinaren und Hintergrundinformationen!

Im November findet unsere 8. Interdisziplinäre Trauma-Fachtagung statt. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf den Auswirkungen von frühen traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den Lebensweg von Erwachsenen.

Die Fachtagung ist eine gute Gelegenheit, sich auf den aktuellen Stand der Forschung zu bringen und sich mit Kolleg*innen und Fachkräften auszutauschen!

In diesem Jahr werden wir die Fachtagung erstmals als Hybrid-Veranstaltung durchführen. Am 17.11. soll eine Präsenzveranstaltung mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl stattfinden – nach den aktuell geltenden Regeln. Die Veranstaltung wird gleichzeitig per Live-Stream auf eine digitale Eventlocation transferiert. Auf der speziell entwickelten Plattform findet ein eigenes Rahmenprogramm statt. Über eine zusätzliche Moderation können Fragen direkt in die Veranstaltung weitergeleitet werden.

Es gibt digitale Räume für den direkten Austausch, interaktives Netzwerken sowie Hintergrundinformationen zu unseren Arbeitsbereichen und Themenschwerpunkten. An der Plattform wird seit Wochen fleißig gearbeitet, um die Tagung durch weitere Informationen abzurunden – eine spannende neue Aufgabe! Wir erhoffen uns ein reales und digitales Miteinander!

Die für den zweiten Tag geplanten Workshops werden teilweise als Präsenzveranstaltung, teilweise als Webinar durchgeführt.

Wir haben wieder renommierte Referent*innen gewinnen können! Wie zum Beispiel Diplom-Pädagoge Prof. Dr. Harald Karutz von der MSH Medical School Hamburg. Er wird die Ergebnisse seines Forschungsprojekts zur psychosozialen Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen vorstellen.

Weitere Themen reichen von der „Förderung der seelischen Widerstandskraft in Kita und Schule“ über „Stress und pränatale Programmierung der Gehirnentwicklung“ hin zu „Trauma und Substanzmissbrauch“.

Weitere Informationen zu allen Referent*innen, Vorträgen und Workshops und Anmeldung hier:

https://www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

 

Unser aktueller Newsletter ist da – mit vielen interessanten Themen!

Wir berichten über unsere „Schatzsucher-Gruppe“ im Wendepunkt – ein kunstpädagogisches Angebot für hochbelastete Kinder, bei dem mit den Kindern eine individuelle Schatzkiste gebastelt wird, die sie dann über mehrere Wochen mit künstlerischen Arbeiten und persönlichen „Schätzen“ füllen. Die Kinder erleben den künstlerischen Prozess als Erfolg und erfahren dabei etwas über ihre eigenen Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen. Die Kinder sind immer mit viel Spaß und Begeisterung dabei!

Außerdem berichten wir über unsere Planungen für die Traumafachtagung, unseren Ausflug unter die „Filmemacher“ mit Jugendlichen aus einer Elmshorner DaZ-Klasse, eine tolle Spendenaktion und mehr.

Der Newsletter findet sich hier: https://www.wendepunkt-ev.de/newsletter-archiv/

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Wenn Familien und Kinder Unterstützung brauchen – die Arbeit unserer Familien- und Erziehungshelfer

In einem großen Bericht hat der shz-Zeitungsverbund in allen Ausgaben in Schleswig-Holstein die Arbeit unseres Fachbereichs Erziehungs- und Familienhilfen porträtiert. In einem Interview mit Melanie Siepert und Carsten Arndt ging es auch um die Frage, welche zusätzlichen Belastungen durch die Coronapandemie bei den Familien gelandet sind und welche Auswirkungen das auf die Arbeit hatte und hat.

Anbei ein paar Ausschnitte aus dem Artikel von Cornelia Sprenger:

„Wenn Melanie Siepert und Carsten Arndt in eine neue Familie gehen, dann geht es den beiden Mitarbeitern des Elmshorner Vereins Wendepunkt vor allem erst einmal darum, Vertrauen aufzubauen. Gleichzeitig ist ihre Arbeit ein Drahtseilakt – zwischen dem Aufbau einer transparenten Beziehung, um der Familie bestmöglich helfen zu können. Und dem Risiko der Kindswohlgefährung, das häufig mit im Raum steht.

Denn Siepert und Arndt gehörten zum Team der sogenannten Hilfen zur Erziehung (HzE). Sie werden vom Jugendamt beauftragt, Familien zu unterstützen, in denen Eltern überfordert und Kinder vernachlässigt werden, in denen es Fälle von sexueller, seelischer oder körperlicher Gewalt gibt, in denen Jugendliche sich weigern, in die Schule zu gehen oder sich komplett von ihrer Umwelt isolieren.

„In den meisten Familien gibt es nicht das eine große Problem, sondern die Situation ist sehr vielschichtig“, erklärt Arndt, Erzieher mit dem Schwerpunkt Suchtberatung. (…)

Bei Arndt sind es oft Fälle, in denen Jugendliche zwischen acht und fünfzehn Jahren nur noch vorm Computer sitzen und „zocken“, wie es der Quickborner beschreibt. Sie haben sich komplett von ihrem Sozialleben isoliert, verweigern den Schulbesuch, werden von Gleichaltrigen gemobbt. „Wenn ich anfange, mit der Familie zu arbeiten, zeigt sich dann oft, dass die Eltern ihr Kind vernachlässigt haben“, sagt Arndt. „Oft spielt auch Alkoholmissbrauch eine Rolle.“

In anderen Fällen stellt sich später heraus, dass die Kinder geschlagen werden oder Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht haben. Es ist dann die Aufgabe der Erziehungshelfer, behutsam herauszufinden, wo das eigentliche Problem liegt. Es ist ein bisschen wie Detektivarbeit.

Denn: „Oft versuchen die Eltern, Dinge vor uns zu verstecken. Weil sie Angst haben, Konsequenzen tragen zu müssen – oder dass ihnen am Ende ihre Kinder weggenommen werden“, sagt Melanie Siepert, ausgebildete Sozialpädagogin, die sich schwerpunktmäßig mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und auch mit Fällen sexualisierter Gewalt auseinandersetzt.

Das Problem bei der Arbeit: In der Regel gibt es keine eindeutigen Symptome für Vernachlässigung oder traumatische Erfahrungen. Jedes Kind, jeder Jugendliche reagiert anders darauf. Einige zeigen körperliche Anzeichen, nässen sich ein, klagen ständig über Kopf- und Bauchschmerzen. Andere ziehen sich zurück, isolieren sich gegenüber ihrer Umwelt, werden depressiv. Und wieder andere schlagen wortwörtlich um sich, greifen Gleichaltrige an oder verletzen sich selbst. (…)

(Carsten Arndt hat beobachtet), wie sehr die Pandemie die bereits bestehenden Probleme verschärft hat. Bei den „eigenen“ Familien und bei Familien, die Kollegen betreut haben. „Wer vorher schon Probleme hatte, bei dem kamen die Sorgen der Pandemie oben drauf“, beobachtet Arndt. „Das Konfliktpotential ist durch Homeschooling oder Probleme mit dem Arbeitgeber enorm angestiegen. Diese Dynamik war für viele nur schwer auszuhalten. Eltern, die vorher ihre Kinder nie angeschrien oder geschlagen haben, taten das plötzlich – weil ihr Nervenkostüm die zusätzliche Belastung nicht ausgehalten hat, sie sich anders nicht zu helfen wussten.“

Dazu seien vermehrter Alkoholmissbrauch und das Wegfallen anderer sozialer Haltepunkte gekommen. Lehrer und Erzieher fielen oft als erstes „Alarmsystem“ für Probleme weg. (…)

„Wir machen uns große Sorgen, dass die Dunkelziffer derjenigen Kinder und Jugendlichen, die während der Pandemie leiden mussten, sehr groß ist“, sagt Dirk Jacobsen, Diplompsychologe und Geschäftsführer des Wendepunkts. „Die Dunkelziffer bei Gewalt jeglicher Form war schon vor der Pandemie sehr hoch, weil sich viele Opfer nicht trauen, darüber zu sprechen. Aber diese Fälle sind dann oft in der Kita oder Schule aufgefallen. Und das gab es ja jetzt oftmals gar nicht mehr.“

Er hofft darauf, dass diese Fälle jetzt nach Beendigung des Lockdowns nach und nach auffallen – und tatsächlich haben die Anfragen beim Wendepunkt in den letzten Wochen und Monaten auch bereits wieder zugenommen. „Die Nachfrage hat unsere Kapazitäten teilweise weit überschritten“, sagt Jacobsen.  (…)

Dass ein Kind tatsächlich – auf richterlichen Beschluss hin, aber nach Empfehlung der Erziehungshelfer – aus einer Familie genommen wird, ist nur das allerletzte Mittel. „Diese Entscheidung zu fällen, ist relativ einfach, wenn die Gewalt nicht aufhört und die Familien sich weigern, mit uns zusammenzuarbeiten“, sagt Melanie Siepert. „Aber es gibt auch deutlich kompliziertere Fälle. Ein klares Indiz ist es immer, wenn wir sehen, dass ein Kind leidet, wenn es Angst hat und sogar selber aus seiner Familie herauswill.““

– Quelle: https://www.shz.de/33664797 ©2021

Hier findet sich – hinter der Bezahlschranke – der vollständige Artikel:

https://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/Wenn-Familien-nicht-mehr-weiter-koennen-id33664797.html

Anlass für den Artikel ist die landesweite Spendenaktion „Keine Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ des Vereins „Appen musiziert“. Opfer von körperlicher oder geistiger Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung und Verwahrlosung sollen in Schleswig-Holstein Hilfe erhalten. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern wird Geld gesammelt. Die gesamte Spendensumme soll in Projekte von Trägern der freien Jugendhilfe fließen.

 

„Komm, ich zeig Dir, was mich stärkt!“ – Filmpremiere und kostenlose Online-Veranstaltung

Kraftquellen von Kindern und Jugendlichen entdecken – kostenfreie Online-Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Elmshorn!

Am Dienstag, den 28. September 2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr via Zoom.

Das vergangene Corona-Schuljahr hat ganz besondere Anforderungen an die Schüler und Schülerinnen gestellt. Home-Schooling, fehlende soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, kaum Freizeitangebote. Die Jugendlichen der DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule standen dabei noch vor einer zusätzlichen Herausforderung: sie müssen in ihrer neuen Heimat ankommen, Erlebtes verarbeiten und neue Freundschaften knüpfen.

Wir haben mit den Jugendlichen darüber gesprochen, welche Kraftquellen ihnen in dieser schwierigen Zeit geholfen haben – was gibt ihnen Freude, was stärkt sie?

Die 14 Jugendlichen konnten sich Requisiten und Kostüme aussuchen und ihr eigenes Kurzporträt erstellen. Daraus entstanden ist der Film „Komm, ich zeig dir, was mich stärkt

In unserer Online-Veranstaltung werden wir uns über die Erfahrungen und Erlebnisse der Aktion unterhalten, den Film präsentieren und darüber austauschen. Im Anschluss wollen wir alle Teilnehmer*innen anregen, auch auf die Suche nach eigenen Kraftquellen zu gehen.

Die Teilnahme ist kostenlos – Anmeldung bis zum 26.9. hier.

Prof. Dr. Harald Karutz präsentiert auf der Trauma-Fachtagung die Ergebnisse seines Forschungsprojekts

Diplom-Pädagoge Prof. Dr. Harald Karutz von der MSH Medical School Hamburg wird auf unserer 8. Interdisziplinären Trauma-Fachtagung die Ergebnisse seines Forschungsprojekts zur psychosozialen Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen vorstellen.

„Wir wissen, dass nach Unglücken, Krisen und Katastrophen nicht nur die Kinder und Jugendlichen Unterstützungsangebote benötigen, sondern auch ihre Familien und das weitere soziale Umfeld, zum Beispiel Kindertagesstätten, Schulen und Jugendgruppen in Vereinen. Zu diesem Thema haben wir drei Jahre lang intensiv geforscht – und ich hoffe von Herzen, dass unsere Projektergebnisse jetzt berücksichtigt werden.“ – Prof. Dr. Karutz

Von 2016 bis 2020 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Forschungsprojekt finanziert, in dem die Psychosoziale Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen in komplexen Gefahren- und Schadenslagen untersucht werden sollte. Konkret ging es darum, Schwachstellen und Defizite der bisherigen Versorgungssituation zu analysieren und konkrete Optimierungsvorschläge für Einsatzorganisationen, Kommunen, Bundesländer und den Bund zu erarbeiten.

„Sowohl von der Corona-Krise als auch von der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind Kinder und Jugendliche derzeit ganz besonders betroffen. Das sind zwei Beispiele dafür, wie unglaublich wichtig eine altersspezifisch differenzierte Psychosoziale Notfallversorgung ist. Dazu gehört die Hilfeleistung in Akutsituationen, aber auch die mittel- und langfristige Begleitung bis hin zu einer Traumatherapie.“

Wir freuen uns sehr, dass wir Prof. Dr. Karutz dafür gewinnen konnten, seine Forschungsergebnisse im Rahmen der Trauma-Fachtagung vorzustellen! Die Interdisziplinäre Traumafachtagung wird in diesem Jahr als Hybrid-Veranstaltung umgesetzt. Am 17. und 18.11. finden zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema „Auswirkungen von frühen traumatischen Erfahrungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den Lebensweg von Erwachsenen“ mit renommierten Experten statt. Die Präsenzveranstaltung wird gleichzeitig auf eine digitale Eventlocation transferiert, die zusätzliche Möglichkeiten zur Information und zum Austausch bietet.

Seien auch Sie dabei! Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.wendepunkt-fortbildung.de/trauma-fachtagung

Betroffene Kinder in den Hochwassergebieten unterstützen – Unsere kostenlose Online-Fortbildung hat viele Fachkräfte in der Region erreicht!

Am Mittwochabend hat unsere Referentin Elisabeth Hüttche eine kostenlose Online-Kurz-Fortbildung zum Thema „Kinder im Hochwassergebiet zurück in KiTa und Schule – Informationen für Fachkräfte für den Umgang mit den Flutopfern“ durchgeführt – mit insgesamt 140 Teilnehmenden!

Als die Idee zu diesem Angebot geboren wurde, haben wir uns gefragt, wie wir die Fachkräfte vor Ort über dieses Angebot aus dem „hohen Norden“ informieren können. Würde es uns gelingen, das Angebot über die richtigen Kanäle zu verbreiten? Offensichtlich ja! Unser facebook-Beitrag wurde fleißig geteilt und weitergeleitet, Organisationen und Fachverbände haben unsere Einladung über ihre Verteiler verbreitet, wir sind in WhatsApp-Gruppen gelandet und wurden über Mundpropaganda weiterempfohlen. Das freut uns sehr – vielen Dank an alle, die dabei geholfen haben, das Angebot in die betroffenen Regionen zu bringen! Wir danken u.a. dem DGVT und dem Wellenbrecher e.V.

Es waren Fachkräfte aus Linz am Rhein/Ahrweiler, aus Bad Neunahe-Ahrweiler, aus der Eifel und sogar aus Ostbelgien dabei. Darüber hinaus war der Vortrag auch an Fachkräfte aus anderen Regionen gerichtet, die sich von dem aktuellen Anlass losgelöst über den Umgang mit Kindern nach Krisensituationen informieren wollten. Fachkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet haben dieses Angebot wahrgenommen.

In der Fortbildung ging es darum, wie Kinder solche Krisen erleben, wie sie sich verhalten und wie man sie im Alltag unterstützen kann. Die Spuren der Hochwasserkatastrophe sind noch lange nicht beseitigt – und die psychischen Folgen für die Betroffenen sind nicht zu unterschätzen. Ziel der Veranstaltung war deshalb, kurz und kompakt einige wichtige Informationen zu vermitteln, die Fachkräfte für ihre Arbeit mit den Kindern nutzen und auch an Eltern weitergeben können.

Wir hoffen, wir konnten ein wenig unterstützen, und freuen uns sehr, dass die Resonanz unter den Teilnehmenden sehr positiv war!

Dipl. Psychologin Elisabeth Hüttche bietet ein weiteres kostenloses Angebot zu einem traumapädagogischen Thema an:

´Was ist bloß mit Papa los??´ – Kinder psychisch kranker Eltern – am 07.09.21 von 18:00 – 20:00 Uhr

Dieser Vortrag wird live im Internet übertragen – wenn Sie dabei sein wollen, melden Sie sich bis zum 6.9. über folgenden link an: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/was-ist-bloss-mit-papa-los-kinder-psychisch-kranker-eltern-im-wfz

 

Großzügige Spende für unser Traumazentrum

Elmshorner Firmen sammeln bei Impfaktion 4250 Euro für traumatisierte Kinder und Jugendliche – und nochmal so viel für den Wünschewagen des ASB!

Wir freuen uns sehr über eine tolle Spende für unser Traumazentrum – die unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit hochbelastenden Erfahrungen zugutekommen wird.

Wie es zu dieser Spende kam, ist eine besondere Geschichte. Es war eine außergewöhnliche Aktion: rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sieben Elmshorner Firmen wurden an zwei Wochenenden im Juni und Juli geimpft. Die Idee dazu kam den beiden Nachbarn Dr. Christian Reinstrom von der Firma Niebuhr und dem Internisten Johannes Puchner aus der Arztpraxis am Koppeldamm beim gemeinsamen Einkauf: wir organisieren selbst eine Impfaktion!

Im Juni war es noch schwierig, Impftermine zu bekommen – Impfungen über Betriebsärzte waren aber schon möglich. Doch was sollten kleinere Unternehmen machen, die keinen Betriebsarzt haben? Die Sache selbst in die Hand nehmen! Reinstrom und Puchner stellten mit viel Engagement, unkonventionellen Ideen und unter großem Zeitdruck eine ungewöhnliche Aktion auf die Beine. Sie konnten den pensionierten Betriebsarzt Dr. Dirk Hall gewinnen sowie die Unterstützung von Apotheker Jan Henning Staggenborg und seinem Team.

Die Impfaktion fand schließlich in der Sanitär-Ausstellung der Firma Niebuhr statt – völlig reibungslos und in fröhlicher Atmosphäre. 25 Freiwillige packten mit an, zum Impfstoff gab es Gummibärchen und am Ende dank des Apotheken-Teams noch die digitalen Impfpässe. „Es war eine tolle Aktion, die Spaß gemacht hat – von der Bürokratie drumherum abgesehen“, fasst Internist Puchner zusammen.

Die Unternehmen waren glücklich, diese Chance für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen zu können – und dankbar, dass sie dabei so viel Unterstützung und Engagement erfahren haben. „Das wollen wir gerne weitergeben! Deshalb haben wir eine Spendenaktion ins Leben gerufen, mit der wir direkt hier in der Region etwas Gutes tun können“, erzählt Initiator Dr. Reinstrom.

Alle beteiligten Unternehmen haben gespendet – und dabei kam eine stolze Summe zusammen, die zwischen unserem Traumazentrum und dem Wünschewagen des ASB aufgeteilt wurde. Bei der offiziellen Übergabe der Spenden entschied Geschäftsführer Volker Jacobsen von der Firma JIM GmbH spontan, die Summe für das Traumazentrum auf 5000 Euro aufzurunden.

An der Aktion waren neben Niebuhr/Jacobs, JIM/HSK und Staggenborg außerdem die Firmen Autohaus Elmshorn, Edeka Hayunga, Dachdeckerei Pries, Hoppaus und einige kleinere Firmen beteiligt – unterstützt vom Team der Staggenborg-Apotheke und dem Team der Arztpraxis am Koppeldamm.

Wir werden das Geld einsetzen für unsere Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen – zum Beispiel für kunsttherapeutische Projekte und Reittherapie. Der Umgang mit Tieren hilft den Kindern, sich zu öffnen. Sie werden in ihrer Persönlichkeit gefördert und die Kontaktaufnahme zu den Mitmenschen und zur Umgebung wird erleichtert.

Kunstpädagogische und –therapeutische Maßnahmen unterstützen Kinder und Jugendliche mit hochbelastenden Erfahrungen auf kreativen Wegen. Sie bieten durch ihren nonverbalen Zugang die Möglichkeit, Unaussprechliches zu kommunizieren, und eine Brücke über die Sprachlosigkeit hinweg zu bauen.

Wir möchten uns ganz herzlich für diese großzügige Spende bedanken und freuen uns auch über die Unterstützung des Wünschewagens!