Stärken Sie uns!

Nora ist fünf Jahre alt. Das zuvor so fröhliche und unbeschwerte Mädchen hat sich plötzlich verändert. Im Kindergarten zieht sie sich von den anderen zurück, weint häufig, und wenn sich andere streiten, zittert sie am ganzen Körper. Die Fünfjährige musste zuhause miterleben, wie ihr betrunkener Vater ihre Mutter bedroht und geschlagen hat - sie war durch die Schreie der Mutter aufgewacht. Nora kommt in eine Trauma-Kindergruppe des Wendepunktes. Die miterlebte Gewalt stellt für sie ein existentiell bedrohliches Ereignis dar, das sie alleine nicht bewältigen kann. In der Gruppe wird ihr gezeigt, wie sie mit den belastenden Gefühlen umgehen kann. Nora geht es inzwischen wieder besser.

 Der neunjährige Omar ist mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet. Bei der Überfahrt über das Mittelmeer ist das völlig überladene Boot beinahe gesunken. Die gesamte Familie leidet unter den Erlebnissen. Omar ist sehr verstört, hat große Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, und ist aggressiv gegenüber seinen Mitschülern. In der Trauma-Ambulanz des Wendepunktes lernt Omar, mit seinen Angstzuständen umzugehen. Er muss das Vertrauen in seine Umwelt und auch sich selbst wiederfinden. Inzwischen kann er ruhig und entspannt mit anderen Kindern spielen.

 

Tom, 14 Jahre, ist neu in der Klasse. Weil er einen Dialekt spricht, wird er gehänselt und ausgegrenzt. Im Klassenchat bei WhatsApp werden Gerüchte über ihn verbreitet und er wird per mail beschimpft. Schließlich will er am liebsten gar nicht mehr in die Schule gehen. Der Wendepunkt besucht die Klasse. Offen wird über die Folgen von Mobbing geredet, und den Jugendlichen gezeigt, wie sie Konflikte ohne Streit lösen können. Inzwischen gibt es an Toms Schule Mitschüler, die durch eine spezielle Ausbildung durch den Wendepunkt selbst Vorträge über Mobbing und andere Probleme halten.

  Drei Fälle, bei denen der Wendepunkt helfen konnte. Jedes Jahr sind auch im Kreis Pinneberg Kinder und Jugendliche sehr belastenden Lebensereignissen ausgesetzt. Immer mehr Kindergärten, Schulen, Ärzte und aufmerksame Menschen bitten uns um Hilfe bei sexuellem Missbrauch und Gewalt. Unsere Fachkräfte helfen mit Beratung, Einzelfallhilfe, Fortbildungsangeboten und Präventionsveranstaltungen. Es ist noch viel zu tun! Wir wollen weiterarbeiten, um junge Menschen nachhaltig vor Gewalt und Missbrauch zu schützen und in Notsituationen schnell und wirksam zu helfen. Dafür brauchen wir Sie - stärken Sie uns mit Ihrer Spende! Nur mit Ihrer Unterstützung können wir z.B. das Trauma-Projekt finanzieren, in dessen Rahmen auch das Screening und die nachfolgende Hilfe für Nora und Omar erfolgte.

Der Wendepunkt finanziert sich aus öffentlichen Mitteln und aus Spenden. Zu den öffentlichen Förderern unserer Arbeit zählen das Land Schleswig-Holstein, der Hamburger Senat, der Kreis Pinneberg und andere Kreise sowie etliche Städte und Gemeinden. Viele überregionale Organisationen und Unternehmen unterstützen unsere Ziele (u.a. Aktion Mensch, Kroschke Stiftung, Famila, Sparkassen).

Neben diesen Partnern sind es jedoch vor allem auch die Spenden, die wir von Organisationen (z.B. Lions Club, Rotarier, Round Table, Kirchen, Vereine) und Geschäfts- und Privatleuten bekommen – und die uns die Arbeit im Wendepunkt in diesem Umfang und dieser Qualität erst möglich machen!

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Der Wendepunkt ist mit Freistellungsbescheid des Finanzamtes Itzehoe vom 04.07.2012, Steuer-Nr. 18/294/80227, als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. Bitte geben Sie für die Zusendung Ihrer Spendenbestätigung auf Ihrer Überweisung Ihren Namen, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort an.