Prävention von sexuellem Missbrauch im Kreis Pinneberg


Studien zeigen, dass etwa jeder zehnte Junge und etwa jedes vierte Mädchen in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlicher Ausprägung Opfer von sexuellem Missbrauch wird! Daher ist es unser Ziel, Mädchen und Jungen für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren, sie darin zu unterstützen, sich vor sexueller Gewalt zu schützen und sie darin zu bestärken, sich im Zweifelsfall rechtzeitig bei erwachsenen Vertrauenspersonen Hilfe zu holen.

Unsere präventiven Maßnahmen gegen den sexuellen Missbrauch an Kindertagesstätten, Schulen und anderen pädagogischen Institutionen im Kreis Pinneberg werden durch freiwillige Zuschüsse der einzelnen Städte und Gemeinden finanziert und erfreulicherweise durch großzügige Spenden ergänzt. Abhängig von der Höhe des Zuschusses sind von den anfragenden Institutionen zusätzlich geringe Eigenanteile zu leisten.

Unsere Angebote

Unsere Angebote richten sich in erster Linie an Eltern, Lehrkräfte, Erzieher/innen und andere Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder zusammenleben. Denn sie sind es, die die Mädchen und Jungen gegen sexuellen Missbrauch stärken, Hilfe und Unterstützung anbieten sowie Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen übernehmen müssen. Im Einzelnen bieten wir folgende präventive Maßnahmen:

Infoabende für Eltern aus Kindergarten und Schule sowie andere Interessierte. Ziel ist es, die Eltern zu informieren, Unsicherheiten abzubauen und Raum für Fragen zu bieten.

Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, bei denen wir neben theoretischen Grundlagen Präventionsansätze und Interventionsstrategien gegen den sexuellen Missbrauch vermitteln. Darüber hinaus werden immer wieder Fortbildungen zur Gesprächsführung mit „schwierigen“ Eltern oder auch zum Thema „Kindeswohlgefährdung“ angefragt.

Vorbereitende Fachgespräche mit Lehrkräften, die der Sensibilisierung für die Thematik dienen und die Lehrkräfte darin stärken, für ihre Schüler/innen kompetente Ansprechpartner zu sein. Hier werden sowohl Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch als auch die Vorgehensweise bei einem Verdacht erläutert.

Unsere Präventionsprojekte richten sich an Kinder und Jugendliche der 2. bis 9. Klassenstufe und dienen dem Schutz der Heranwachsenden vor sexueller Gewalt. Alle Projekte werden ohne Lehrkräfte und teilweise in geschlechtshomogenen Gruppen (Mädchen/Jungen) durchgeführt. Dies sind notwendige Voraussetzungen, um mit Mädchen und Jungen auf konstruktive und anregende Weise zu den Themen „Sexualität“, „Grenzüberschreitungen“ und „sexuelle Gewalt“ arbeiten zu können. Die Projekte werden stets von einer Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter im Team durchgeführt.

Hier finden Sie unser Rahmenprogramm sowie Literaturtipps:

Finanzierung

Unsere präventive Arbeit wird von vielen Städten und Gemeinden im Kreis Pinneberg sowie großzügigen Spendern bezuschusst. Schulen und Kindertagesstätten in diesen Regionen müssen daher bei ausreichender Bezuschussung nur einen Eigenanteil von 15 % bezahlen. Derzeit gilt dies für folgende Regionen:

  • Elmshorn
  • Schenefeld
  • Quickborn
  • Uetersen
  • Wedel
  • Halstenbeck
  • Moorrege/Heist
  • Moorrege/Heidgraben
  • Moorrege/Neuendeich
  • Moorrege/Groß Nordende
  • Pinnau/Ellerbek
  • Pinnau/Kummerfeld
  • Elmshorn Land
  • Rantzau/Ellerhoop
  • Bönningstedt

Alle anderen Schulen und Einrichtungen müssen die präventiven Angebote gegen sexuellen Missbrauch aus eigener Hand finanzieren. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Konditionen:

Zum Download bitte mit rechter Maustaste auf das PDF klicken.

AnsprechpartnerInnen

Romina Lempfert (Terminplanung)
Industriekauffrau
Tel. 04121-47573-0 Mail: lempfert (at) wendepunkt-ev.de

Florian Bauer (Honorarkraft)
Germanist (BA), Student der Sozialen Arbeit


Sven-Ole Carstens
Sonderpädagoge


Sigrid Peters
Dipl. Sozialpädagogin, Familien-Coach


Hanne Traulsen
Dipl. Pädagogin, Diakonin, Transaktionsanalyse, Elterntraining DKSB


Kira Ziegler
Sozialpädagogin (B.A.), Erlebnispädagogin i.A.