Familien- und Erziehungshilfen


Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch auf eine gesunde Entwicklung. Dies sicherzustellen, ist sowohl das natürliche Recht als auch die Pflicht der Eltern. Sind diese vorübergehend oder langfristig nicht in der Lage, dem gerecht zu werden, sieht der Gesetzgeber ambulante und stationäre Hilfsangebote vor, die die Eltern beantragen können.
Wir werden im Auftrage des Jugendamtes tätig, wenn ambulante Maßnahmen wie z. B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Flexible Hilfen oder Erziehungsbeistandschaft in Frage kommen.

Mit den Eltern/Jugendlichen, den Mitarbeiter/innen des Wendepunktes und des Jugendamtes werden Ziele formuliert, mit deren Hilfe die Familien wieder befähigt werden sollen, zum Wohle aller ihren Alltag zu meistern. Die zu bearbeitenden Themen sind vielschichtig, oft geht es um Grenzen setzen, gewaltfreie Erziehung, eine verlässliche Alltagsstruktur, Beziehungen der Familienmitglieder untereinander. Der Fokus ist dabei stets auf das Kindeswohl gerichtet, denn Kinder sind das schwächste Glied in der Kette und somit schützenswert.

Wir sind seit 1991 anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Unser Wirkungsbereich erstreckt sich auf den gesamten Kreis Pinneberg, so dass wir mit den vier zuständigen Jugendämtern der Region eng zusammenarbeiten (Elmshorn, Pinneberg, Wedel und Uetersen).

Unsere Angebote

Flexible Betreuung (§ 27 KJHG)
Ist eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung nicht gewährleistet, kann das Kind selbst oder seine Eltern Hilfe bekommen. Wie diese genau aussieht, richtet sich nach den konkreten Problemlagen in der Familie und wird entsprechend auf sie abgestimmt.
Geht es zum Beispiel um Erziehungsunsicherheit der Eltern, Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Familienmitglieder oder schwer zu führende Kinder könnte ein Video-Interaktionstraining hilfreich sein.
Hat allerdings das Kind oder der Jugendliche das Sagen, ist Herr im Hause seiner Eltern, könnte vielleicht eine andere Hilfsform (z.B. „Autorität ohne Gewalt“®) geeigneter sein, den Problemen konstruktiv zu begegnen.
Diese Form der Hilfe wird also flexibel auf die Problemlagen des Kindes bzw. der Familie abgestimmt.

Erziehungsbeistandschaft (§ 30 KJHG)
Die Erziehungsbeistandschaft richtet sich an Kinder und Jugendliche mit gravierenden sozialen Problematiken (z.B. Schulverweigerung, kriminelles Verhalten, Sucht etc.). Aufgabe der Erziehungsbeistandschaft ist es, dem Jugendlichen durch intensive Begleitung bei der Bewältigung seiner Schwierigkeiten zu helfen, seine Verselbständigung zu fördern, nach schulischen oder beruflichen Möglichkeiten zu suchen oder nach einer stationären Unterbringung eine Rückkehr ins Elternhaus zu ermöglichen.

Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 KJHG)
Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein Hilfsangebot, das sowohl beratende Gespräche, modellhaftes Handeln und praktische Hilfe vereint. Die intensive Hilfe begleitet Familien bei Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Familienkonflikten, beim Umgang mit Institutionen, der Sicherung angemessener Lebensbedingungen von Kindern und ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (§ 35a KJHG)
Kinder oder Jugendliche haben einen Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre seelische Gesundheit gefährdet oder beeinträchtigt ist und sie deshalb an der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt sind.
Ob eine seelische Behinderung vorliegt oder das Kind davon bedroht ist, wird durch ein ärztliches Gutachten festgestellt. Das Ziel der Hilfe ist es, dem gehandicapten Kind ausreichende Begleitung und Förderung zu geben bzw. zu organisieren, so dass eine Eingliederung des jungen Menschen in die Gesellschaft gelingen kann.

Ansprechpartnerin

Lena Würger (Leitung)


Sven-Ole Carstens
Sonderpädagoge


Jana Dierks
Dipl. Sozialpädagogin


Angelika Doritz
Dipl. Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin (DVG), Psychotraumaberaterin


Svetlana Eirich
Dipl. Sozialpädagogin


M. Klann
Dipl. Pädagogin


Sigrid Peters
Dipl. Sozialpädagogin, Familien-Coach


Friederike Raupach
Sozialarbeiterin (BA)


Ruth Schleper
Dipl. Pädagogin, Systemische Familientherapeutin, Traumafachberaterin


Hannelore Traulsen
Dipl. Pädagogin, Diakonin, Transaktionsanalyse, Elterntraining DKSB