Aktuelles

Unser Team für ambulante Familien- und Erziehungshilfen sucht Verstärkung!

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für unseren Fachbereich ambulante Familien- und Erziehungshilfen SOZIALPÄDAGOG*INNEN (Dipl./BA/MA)
In dem Team der Familien- und Erziehungshilfen werden alle Hilfen gem. §§ 27/41 i.V.m. §30, 31, 35 und 35a SGB VIII durchgeführt. Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien bei der Bewältigung ihres Alltages, stabilisieren sie in ihrer persönlichen und sozialen Lebenssituation und entwickeln gemeinsam Perspektiven zur Verbesserung. Die
Ressourcen ihres sozialen Umfelds und des Sozialraums werden in die Hilfe miteinbezogen.

Ihre Aufgaben:
• Unterstützung der Familien bei der Bewältigung des Familienalltages in Form von aufsuchender Hilfe
• Verbesserung der Entwicklungsbedingungen der Kinder durch Beratung der Sorgeberechtigten
• Verbesserung der Familienbeziehungen
• Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und weiteren Einrichtungen der Jugendhilfe
• Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden
• Mitwirkung am Hilfeplanprozess
• Ausüben des Schutzauftrages bei KWG nach §8a SGB VIII
• Dokumentation, Berichtswesen und Qualitätssicherung

Ihr Profil:
• Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder vergleichbarer Abschluss
• Bereitschaft zum selbstständigen und flexiblen Arbeiten mit der Zielgruppe
• Erfahrung im Kinderschutz wünschenswert
• Systemische, ressourcenorientierte Grundhaltung
• Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
• Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen,
• Kommunikationsstarke, teamfähige Persönlichkeit mit Humor
• Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen
• Führerschein erforderlich

Wir bieten:
• 25 – 39 Std. / Woche
• Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
• Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
• Ein freundliches und motiviertes Team
• Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
• Ein spannendes Arbeitsumfeld mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten
• Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
• Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
• Möglichkeit der Teilnahme am Bike Leasing und Corporate Benefit

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 28.02.23 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de
Fragen beantwortet gern Frau Schöffel-Raecke per Mail erreichbar unter schoeffel@wendepunkt-ev.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

Wir suchen Unterstützung für unsere Präventionsarbeit!

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir für unser Team in der Prävention ein*e SOZIALPÄDAGOGE*IN (w/m/d) für die schulische Gewaltprävention und Prävention von sexualisierter Gewalt mit 20 – 35 Wochenstunden.
Jetzt bewerben an: bewerbung@wendepunkt-ev.de
Wir sind ein freundliches und motiviertes Team, bieten spannende und vielfältige Aufgaben und in Absprache auch flexible Arbeitszeiten!
Der Wendepunkt e.V. engagiert sich seit vielen Jahren in der präventiven Arbeit. Unsere Projekte zur Prävention von sexualisierter Gewalt haben das Ziel, Kinder und Jugendliche vor sexuellen Grenzverletzungen zu sensibilisieren, sie zu unterstützen und sich vor sexualisierter Gewalt zu schützen und sich an erwachsene Vertrauenspersonen zu wenden, wenn sie Hilfe benötigen. Als Angebot zur schulischen Gewaltprävention bieten wir Projekte zu verschiedenen Themen an, die die Sozialkompetenz, Konfliktfähigkeit bei Kindern und
Jugendlichen fördert und gewalttätige Verhaltensweisen verhindert.
Zu unserer Arbeit gehört das Konzipieren und Durchführen von Unterrichtsprojekten an Grundschulen und weiterführende Schulen im Bereich der primären und sekundären Gewaltprävention sowie Projekte in der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Wir gestalten digitale Informationsabende für Eltern und Fachkräfte und bereiten Projekte mit den Lehrkräften und Fachkräften der Schulsozialarbeit vor.
Ihre Aufgaben
• Selbstständige Vorbereitung und Durchführung von Schulprojekten, wie auch von pädagogischen Gruppenangeboten
• Projektplanung und Netzwerkarbeit

• Planung und Durchführung von digitalen Informationsabende für Eltern und Fachkräfte
• Teilnahme und Mitgestaltung an Teamsitzungen, Teamtagen und Supervisionen
• Konzeptioneller Ausbau und Weiterentwicklung unserer Präventionsangebote
Ihr Profil
• Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder vergleichbarer Abschluss
• Erste Berufserfahrung in der Gewaltprävention, insbesondere in der pädagogischen
Gruppenarbeit wünschenswert
• Kenntnisse in der Sexuellen Bildung und sexualisierter Gewalt erforderlich oder die Bereitschaft, diese zu erlangen
• Kenntnisse oder Erfahrungen zu den Themen Sexualität, (Cyber-) Mobbing, Gruppenarbeit und Erlebnispädagogik wünschenswert
• Bereitschaft zur Projektplanung und Projektkoordination
• Sicherheit im Auftreten
• Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
• Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen
• Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen
• Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten
• Führerschein Klasse B erforderlich
Wir bieten:
• 20 – 35 Stunden/ Woche
• Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
• Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
• Ein freundliches und motiviertes Team
• Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
• Gute Anbindung an den HVV, fußläufig in ca. 8 Minuten vom Bahnhof erreichbar
• Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)

• Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing
Bewerbungen bitte per Mail bis zum 31.01.23 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de
Fragen beantwortet gern Bianca Tietz per Mail unter tietz@wendepunkt-ev.de und anschließend, wenn gewünscht, auch per telefonischem Rückruf (ab 16.01.2023 möglich).
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Unser vorweinachtlicher Newsletter ist da!

Diesmal mit Informationen über langfristige psychischen Folgen der Corona-Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familien. Wir berichten über einen tollen Ausflüge und eine Kunstaktion mit Schüler*innen, über zwei erfolgreiche Fachtage, wichtige Präventionsprojekte und wir bedanken uns bei unseren Unterstützern!

Hier findet sich die aktuelle Ausgabe: https://www.wendepunkt-ev.de/newsletter-archiv/

Keine Ausgabe verpassen – einfach anmelden in der rechten Spalte!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Euer Wendepunkt-Team

Ein schönes Weihnachtsfest!

Wir wünschen allen eine schöne, ruhige und vor allem gesunde Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Unterstützer*innen, an alle Spender*innen, Kooperationspartner*innen, Mitglieder, Freund*innen und Wegbegleiter.
Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie und Ihr an unserer Seite steht/stehen – ganz herzlichen Dank für die Unterstützung, das Engagement und die Zusammenarbeit!
Unsere tolle Weihnachtskarte wurde wieder gebastelt von Jugendlichen aus unseren Erziehungshilfen und der Trauma-Ambulanz. Bei weihnachtlicher Musik und leckeren Keksen wurde mit viel Spaß und Konzentration gemeinsam gebastelt und über Rituale, Traditionen und Neujahrswünsche gesprochen.
Mit herzlichen Grüßen aus dem Wendepunkt!

Fachtag Schutzkonzepte – Schutzkonzepte in Schulen

Unser diesjähriger Fachtag Schutzkonzepte ist landesweit auf ein sehr großes Echo gestoßen! Insgesamt 170 Fachkräfte aus ganz Schleswig-Holstein (siehe Karte) haben an der viereinhalbstündigen Online-Veranstaltung mit dem Titel „Schutzkonzepte in Schulen – ein sicherer Ort werden und bleiben!“ teilgenommen. Schulleitungen, Fachkräfte der Schulsozialarbeit und behördliche Präventionsbeauftragte aus ganz Schleswig-Holstein haben das kostenlose Angebot unserer Fachstelle Schutzkonzepte genutzt, um sich über die Entwicklung von Schutzkonzepten an Schulen zu informieren.

Seit dem vergangenen Jahr schreibt das Schulgesetzt des Landes Schleswig-Holstein vor, dass Schulen ein individuelles Schutzkonzept erarbeiten müssen. Für viele Schulen ist dies jedoch – nicht nur aufgrund der zahlreichen aktuellen Belastungen – eine große Herausforderung. Wir wollten mit diesem Fachtag zeigen, wie es gelingen kann, dass Schulen sich nachhaltig zu Schutz- und Kompetenzorten entwickeln. Empfehlungen aus Wissenschaft und Praxis sollten die Schulen motivieren, sich auf den Weg zu machen.

Dies ist, nach dem sehr positiven Feedback der Teilnehmenden zu urteilen, offenbar gelungen. „Vielen Dank für die informative und sehr motivierende Fortbildung!“, „Es war ein ganz toller Fachtag, sehr praxisnah!“, „Vielen Dank für das sehr informative, praxisnahe und strukturierte Vorgehen. Das hilft uns sicher“, „Vielen Dank! Es macht Mut zu starten.“ – so die Kommentare in unserem Chat.

Anja Wendland, Leiterin unserer Fachstelle Schutzkonzepte, führte durch die Veranstaltung. Dr. Simone Pülschen von der Europa-Universität Flensburg hielt einen Vortrag zu dem Thema „Schutzkonzeptentwicklung in Schulen – gemeinsam statt einsam!“, in dem sie anhand von Praxisbeispielen aufführte, wie hilfreich der Aufbau eines Netzwerkes und die interdisziplinäre Kooperation bei der Schutzkonzeptentwicklung sein können. Nadine Blank von der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg berichtete in ihrem Vortrag von den Schutzkonzeptprozessen an ihrer Schule. Hanne Traulsen vom Wendepunkt gab dann einen Überblick über die verschiedenen Elemente, Aspekte und Bausteine eines Schutzkonzeptes.

Anschließend wurden verschiedene Themen und Schwerpunkte eines Schutzkonzepts in vier verschiedenen Workshops vertieft, die von Anja Wendland, Hanne Traulsen, Henriette Dittmer, Dennis Blauert (alle Wendepunkt) und Carmen Ritter vom Schulpsychologischen Dienst Nordthüringen geleitet wurden.

Aufgrund der großen Nachfrage planen wir bereits für das nächste Frühjahr eine zweite Auflage des Fachtages – den genauen Termin werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für einen gelungenen und informativen Austausch!

#Schutzkonzepte #SchutzkonzeptSchule #FachstelleSchutzkonzepte #Wendepunkt #SchutzvorGewalt #SchutzvorsexuellerGewalt

Hamburger Sparkasse unterstützt Wendepunkt mit 3000 Euro

Die Haspa unterstützt in diesem Jahr 26 gemeinnützige Vereine in Schleswig-Holstein im Nahbereich Hamburg mit insgesamt 63.600 Euro. Möglich gemacht durch das sogenannte Lotteriesparen. Sparer*innen können bei der Haspa mit der Geldanlage um attraktive Preise spielen – und gleichzeitig etwas Gutes tun. Jedes Los kostet 5 € – davon werden 4 Euro gespart, 75 Cent gehen in die Lotterie und 25 Cent gehen in den Spendentopf.

In der Haspa-Filiale Schenefeld kamen zur feierlichen Übergabe der Spendengelder Vertreter*innen aller 26 Vereine zusammen und berichteten, wofür sie das Geld ausgeben werden: ein Turnverein bekommt neue Matten, ein Theater mehr Licht, die Feuerwehr eine neue Reanimationspuppe, es werden Spielsachen, Sportgeräte, Helmlampen und Geräteschuppen angeschafft.

Wir können von dem Geld wichtige Konferenzraumtechnik anschaffen. In der Zeit der Beschränkungen und Kontaktsperren haben wir verstärkt Online-Angebote entwickelt – sowohl im Bereich Beratung als auch bei Fortbildungen und Vernetzung. Dies hatte den positiven Effekt, dass wir mehr Klient*innen erreichen konnten – und einige unserer Fortbildungsangebote inzwischen bundesweit genutzt werden.

Das Fahrrad wird bei Fahrten im Stadtgebiet zum Beispiel zu den von uns betreuten Familien im Rahmen der Erziehungshilfen zum Einsatz kommen – nachhaltig für die Umwelt und gesund für uns!

„Mit dem Zweckertrag des Haspa Lotteriesparens fördern wir jedes Jahr gemeinnützige Einrichtungen in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport“, betont Olaf Pollak, Leiter der Haspa-Filiale in Uetersen.

Wir freuen uns, dass diese Vereine in ihrer wertvollen Arbeit unterstützt werden – und bedanken uns ganz herzlich bei der Haspa für ihre Unterstützung und ihr Engagement!

Fotos:

Alle glücklichen Empfänger

David Enders, Leiter der Haspa-Filiale in Schenefeld

Dirk Jacobsen, Geschäftsführer Wendepunkt e.V.

Corona – und was jetzt? Erste Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien mit seelischen Belastungen

Die Corona-Pandemie hat auch langfristige psychische Folgen. In vielen Familien haben die Beschränkungen, das Fehlen der üblichen Strukturen und Homeschooling zu starken
Belastungen geführt, es kam zu Stress und Aggressionen.

In unseren Erziehungshilfen beobachten wir, dass die zusätzlichen Belastungen noch nicht abgebaut sind und dass es noch verstärkt zu Konflikten kommt. Kinder und Jugendliche ziehen sich zurück, haben Schwierigkeiten, soziale Kontakte aufzubauen oder verweigern die Schule. Und von den Kitas und Schulen bekommen wir die Rückmeldung, dass einige Kinder das soziale Miteinander erst wieder neu lernen müssen und es verstärkt zu Reibungen im Klassenverband kommt. Uns erreichen nach wie vor ungewöhnlich viele anlassbezogenen Anfragen aus den Schulen, bei denen es darum geht, Konflikte in einzelnen Klassen aufzuarbeiten.

Wir haben deshalb ein Informationsblatt zu diesem Thema zusammengestellt: Corona – und was jetzt? Erste Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien mit seelischen Belastungen.

Das Informationsblatt finden Sie hier: https://www.wendepunkt-ev.de/wp-content/uploads/2022/12/Corona-und-die-Folgen.pdf

Dank finanzieller Unterstützung durch den Kreis Pinneberg wurde für Kinder, Jugendliche, deren Eltern und Bezugspersonen, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden,
im Rahmen der Trauma-Ambulanz Westholstein ein Angebot zur Beratung und Behandlung geschaffen.

Es geht darum, wieder in den Alltag zu kommen und in die Normalität zurückzufinden.
Die Interdisziplinäre Trauma-Ambulanz Westholstein ist eine Zusammenarbeit zwischen der Beratungsstelle Wendepunkt e.V. und der Kinder- und Jugendpsychiatrie des RegioKlinikums Elmshorn.

Unsere Hilfen erfolgen schnell und sind kostenlos!
Wir bieten ein persönliches Beratungsgespräch an – auf Wunsch auch telefonisch oder online.

#TraumaAmbulanz #TraumaAmbulanzWestholstein #CoronaFolgen

 

9. Interdisziplinäre Online Trauma-Fachtagung stieß auf bundesweite Resonanz

„Nach Traumatisierungen spüren Betroffene noch längere Zeit die Auswirkungen dieser „Notschaltungen“ ihres Körpers. Auch wenn sie sich in äußerer Sicherheit befinden, gerät der Körper noch hin und wieder in panische Zustände“, erklärt Alexander Korittko vom Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen. „Es kann dann für sie hilfreich sein, durch spezielle Interventionen der „Psychologischen Ersten Hilfe“ auch eine innere Stabilität entwickeln zu können.“

Auf der 9. Interdisziplinären Traumafachtagung unter dem Titel „Traumatisierung nach Krieg, Flucht und Naturkatastrophen“ ging es um die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen, um angemessene Unterstützungsangebote und neue Erkenntnisse und Ansätze traumatherapeuthischer Arbeit. Die zweitägige Veranstaltung wurde organisiert von der Interdisziplinären Trauma-Ambulanz Westholstein – eine Kooperation des Wendepunkt e.V. mit der Regio Klinik Elmshorn. In diesem Jahr fand die Fachtagung komplett online statt, was auf eine große Resonanz gestoßen ist. Für den ersten Tag mit insgesamt sechs Fachvorträgen zu verschiedenen Aspekten des Themenschwerpunktes hatten sich knapp 200 Teilnehmer*innen angemeldet – aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Österreich, der Schweiz und Luxemburg. An den Webinaren am zweiten Tag, in denen die verschiedenen Themen vertieft werden konnten, haben knapp 100 Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen teilgenommen.

„Die Vielfältigkeit des interdisziplinären Ansatzes dieser Tagung spiegelt sich auch bei den Teilnehmenden wieder. Es waren Mitarbeitende aus Kliniken, aus Hochschulen, Schulen und Kita dabei, aus den Bereichen Jugendhilfe, Erziehungsberatung, Förderzentren sowie von einzelnen Behörden und Ministerien“, erläutert Dirk Jacobsen, Geschäftsführer des Wendepunktes. „Die Veranstaltung hat sich über die Jahre inzwischen bundesweit einen Namen gemacht. Wir konnten wieder erstklassige Referent*innen gewinnen und sind sehr zufrieden mit der Nachfrage und den Rückmeldungen der Mitwirkenden und der Teilnehmenden!“

Corinna Posingies vom Institut für psychosoziales Krisenmanagement der MSH hat einen Vortrag zum Thema „Schule in der Krise – Auswirkungen und Chancen“ gehalten.

„Die Auswirkungen der langanhaltenden Coronavirus-Pandemie und des Ukraine-Krieges sind insbesondere in Schulen bei Kindern und Jugendlichen deutlich zu erkennen. Die gesamte Schulgemeinde befindet sich seit über 2 Jahren in einer „kollektiven Krise“- und solche Krisen erfordern besondere Maßnahmen und ein krisenspezifisch angepasstes pädagogisches Handeln.“

Anne Fischer, Psychologin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat das „BESTFORCAN Projekt – Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen nach Gewalterfahrungen“ vorgestellt. „Viele traumatisierte Kinder und Jugendliche erhalten trotz guter Studienlage keine oder nicht evidenzbasierte Behandlungen. Ziel des Projekts BESTFORCAN ist es, die wirksame traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (Tf-KVT) für mehr Kinder und Jugendliche mit einer PTBS nach Gewalterfahrung bei niedergelassenen Psychotherapeut*innen zu implementieren. Dazu gehört auch der Aufbau von interdisziplinären Hilfenetzwerken zwischen der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, Schulpsycholog*innen, Kinderärzt*innen und weiterem Fachpersonal.“

Dipl.-Psychologin Elisabeth Hüttche sprang kurzfristig für eine erkrankte Referentin ein und hielt einen Vortrag zum Thema „Trauma trifft Trauer“, über die Möglichkeiten, den Verlust und das Trauma in die eigene Biografie zu integrieren.

Dr. med. Daniel Dietrich vom Libereco Institut und Praxis beschäftigte sich in seinem Vortrag “Wenn unsere inneren Anteile dem Krieg näherkommen” mit der Frage, wie sich ein Weg finden lässt, „um Menschen, die den Krieg erlebt haben, empathisch und wohlwollend zu begleiten, ohne unsere eigene innere Sicherheit zu sehr aufzugeben.“

Gerade auch die Arbeit mit Geflüchteten birgt besondere Herausforderungen. „Ist die Psychotherapie auch interkulturell konzipiert und für alle passend?“, diese Frage stellte Dr. rer. nat. Dipl. psych. Solange Otermin von der Medius Klinik in Nürtingen. „Eine interkulturelle Kommunikation ist nicht nur bereichernd, es ist auch eine Herausforderung voller Missverständnisse. Die Kommunikation ist die Grundlage jeder Psychotherapie und wir sollten dann nicht nur die Sprache, sondern auch die Werte und die Gefühlsausdrücke von Personen aus anderen Kulturen übersetzen, um uns zu verständigen.“

Dipl.-Psychologen Ralph Kortewille und Halina Linke von den Regio Kliniken haben sich in ihrem Webinar mit den besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit traumatisierten Kindern auseinandergesetzt. „Aufbrausende Emotionen sind im Umgang mit traumatisierten Kindern eher hinderlich. Nur innere Ruhe und echte professionelle Distanz hilft weiter. Und: Es ist viel einfacher einen am Kind orientierten, verstehenden Zugang zu finden als man denkt und die Methoden zu erlernen, die dazu nötig sind,“ erläutert Ralph Kortewille.

„Ein sehr bereichernder Fachtag“, „Vielen Dank, ich habe viel gelernt für meine Arbeit“, „Ich bedanke mich, so viele neue Impulse“, „Viel Input und Inspiration und Impulse – großes Lob für diesen gelungenen Fachtag“ – die Kommentare im Chat waren durchweg positiv. Auch die sachverständige und lebendige Moderation von Dipl.-Sozialpädagoge Holger Platte vom Wendepunkt bekam eine sehr positive Resonanz.

Die Organisation der Fachtagung inklusive des Aufbaus der Online-Plattform, die Möglichkeiten zum direkten Austausch im open call und vielfältige Hintergrundinformationen bot, war sehr aufwändig, hat aber dazu geführt, dass deutlich mehr Fachkräfte deutschlandweit erreicht werden konnten, als bei den früheren Präsenzveranstaltungen. „Das reine Online-Format hat offenbar dazu geführt, dass sich die Teilnehmenden auch noch kurzfristig entscheiden konnten – wir hatten noch sehr viele Anmeldungen, die kurz vorher eingetroffen sind. Das scheint mit dem momentanen Arbeitsalltag kompatibler zu sein“, berichtet Organisatorin Sophie Firle vom Wendepunkt. „Trotzdem hoffen wir, dass wir nächstes Mal wenigstens wieder eine Hybrid-Veranstaltung anbieten können, so dass auch ein persönlicher Austausch möglich ist.“

Foto (alle Wendepunkt e.V.):

Leon Petersen, Kaufmännischer Assistent für Informationsverarbeitung, Student der Wirtschaftsinformatik

Dennis Blauert, Leiter des Wendepunkt Fortbildungszentrums WFZ

Dirk Jacobsen, Geschäftsführer des Wendepunkt e.V.

Holger Platte, Dipl.-Sozialpädagoge und Moderator der Veranstaltung

Sascha Niemann, Leiter des Fachbereichs Traumazentrum

Sophie Firle, Kunsttherapeutin und -pädagogin und Organisatorin der Veranstaltung

 

Schon Grundschüler haben zunehmend Kontakte zu Fremden über das Internet

Der Wendepunkt führt in den Grundschulen in Elmshorn Präventionsprojekte zur Mediennutzung und gegen sexuelle Gewalt durch – so zum Beispiel in der Grundschule Hainholz.

„Die meisten Eltern gehen davon aus, dass ihre Kinder im Grundschulalter noch keine Kontakte über das Internet haben – die Gefahren werden zumeist unterschätzt,“ berichtet Sven-Ole Carstens, der seit 10 Jahren für den Wendepunkt Präventionsprojekte an den Schulen durchführt. „Wenn wir dann aber in unseren Projekten die Frage stellen, wer online schon mal Kontakt zu Fremden hatte, dann beantwortet das manchmal die halbe Klasse mit Ja! Das können harmlose Kontakte sein – aber es ist eine potentielle Gefahrenquelle und somit eine Aufgabe für uns Erwachsene.“ Laut einer aktuellen Studie der Landesanstalt für Medien NRW wurden 10-15% aller 10jährigen schon mal mit grenzverletzenden Kontakten/Cybergrooming konfrontiert.

Die Mediennutzung beginnt immer früher, beobachtet Sabine Knier, Leiterin der Grundschule Hainholz. In den 2. Klassen haben viele Kinder schon Smartwatches, eigene Handys, Zugang zu Tablets. Viele der angesagten Spiele haben eine Chat-Funktion – dass sich hinter den User-Namen auch Erwachsene verbergen können, ist dabei vielen nicht klar. „Es ist bitter, dass viele Eltern nicht wissen, was sie verantworten, wenn ihre Kinder schon in der zweiten Klasse ein Handy haben und es zur Kommunikation nutzen,“ meint Knier.

Der Wendepunkt führt an den Schulen in der Region Elmshorn-Barmstedt regelhafte Gewaltpräventionsprojekte durch, die durch den Kreis Pinneberg finanziert werden. Dank einer zusätzlichen Finanzierung durch die Stadt Elmshorn und der Unterstützung durch Spendengelder der Sparkasse Elmshorn können an den Elmshorner Grundschulen noch zusätzliche Projekte durchgeführt werden. Wie die Projekte für einen sicheren Umgang mit Medien in den dritten und vierten Klassen der Grundschule Hainholz und die Projekte gegen sexuelle Gewalt, die in den vierten Klassen durchgeführt werden. Die Grundschule Hainholz darf sich seit 2013 „Präventionsschule“ nennen.

„Es ist uns sehr wichtig, dass uns der Wendepunkt mit diesen Projekten unterstützen kann, dass wir bei diesen Themen nicht alleine sind,“ sagt Schulleiterin Knier. Antje Pachnicke, Präventionsbeauftragte und Lehrerin, pflichtet ihr bei: „Es ist gut, dass diese Themen von Fachkräften von außerhalb bearbeitet werden – da sind die Kinder viel offener, erzählen mehr. Und hinterher erinnern sie sich noch sehr lange an die Projekte, die Inhalte bleiben hängen und hinterlassen Eindrücke!“

Wichtig wäre es, mit den Informationen auch mehr Eltern zu erreichen. Der Wendepunkt bietet deshalb digitale Elternabende zu verschiedenen Themen an: https://www.wendepunkt-ev.de/digitale-angebote-fuer-eltern/

In den Projekten geht es viel um Gefühle, gute und schlechte Geheimnisse und die eigenen Grenzen. „Kinder müssen wissen, wo ihre eigenen Grenzen sind, damit sie es thematisieren können. Sie müssen sprachfähig gemacht werden,“ erläutert Bianca Tietz, Leiterin des Fachbereichs Prävention im Wendepunkt. „Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, wo sie sich Hilfe holen können. Wir erklären ihnen Täterstrategien und wir geben konkrete Tipps zum Umgang im Internet.“

Bianca Tietz ist froh, dass in diesem Jahr fast alle Projekte stattfinden konnten, denn gerade nach den Schulschließungen und Kontaktsperren muss vieles nachgeholt und aufgearbeitet werden. So erreichen den Wendepunkt zurzeit noch sehr viele anlassbezogene Anfragen, bei denen es darum geht, konkrete Konflikte in einzelnen Klassen aufzuarbeiten.

„Wir beobachten, dass es vielen Kindern jetzt schwerfällt, sich in sozialen Strukturen zu bewegen, sie müssen das soziale Miteinander wieder erlernen,“ erläutert Sven-Ole Carstens. „Waren es vor Corona vielleicht 2 – 3 auffällige Schüler, so sind es jetzt größere Gruppen. Die wirken wie eine Reisegruppe ohne Führung.“

Schulleiterin Knier sieht die größten Probleme im Umgang untereinander in der zweiten Jahrgangsstufe, deren letztes Kita-Jahr und das erste Schuljahr von Corona-Beschränkungen bestimmt wurden. „Bei ihnen merkt man die Corona-Folgen im sozial-emotionalen Bereich besonders stark. Infolgedessen war es uns besonders wichtig, den Kindern neben dem Schulstoff Raum und Zeit zu geben, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken, um so wieder ein Gemeinschaftsgefühl entstehen zu lassen.“

Olaf Seiler von der Sparkasse Elmshorn hört den Berichten interessiert zu. Er hat einen großen Karton mit neonfarbigen Ranzenüberzügen mit in die Schule gebracht – aber viel wichtiger ist die langjährige großzügige Unterstützung der Präventionsarbeit. Allein in diesem Jahr fördert die Sparkasse die Projekte an den Elmshorner Grundschulen mit 8400 Euro. „Die Präventionsprojekte sind unendlich wichtig für die Entwicklung und Stärkung der Kinder. Wir freuen uns sehr, dass die Projekte des Wendepunktes so gut angenommen werden und die Schulen die Präventionsarbeit so wichtig nehmen.“

Foto:

Sven-Ole Carstens, Sonderpädagoge, Wendepunkt e.V.

Antje Pachnicke, Präventionsbeauftragte und Lehrerin

Sabine Knier, Schulleiterin Grundschule Hainholz

Patricia Peters, Präventionsbeauftragte und Lehrerin

Olaf Seiler, Sparkasse Elmshorn

Bianca Tietz, Leiterin des Fachbereichs Prävention Wendepunkt e.V.

„Schieb den Gedanken nicht weg!“ – Kampagne für ein Umdenken bei sexueller Gewalt gegen Kinder gestartet

Bundesfamilienministerin Lisa Paus und die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Kerstin Claus, haben eine gemeinsame Aufklärungs- und Aktivierungskampagne gestartet, die wir vom Wendepunkt e.V. sehr sinnvoll finden und unterstützen!

Die Kinder werden immer gewarnt: „Geh nicht mit Fremden mit!“, um sie vor sexueller Gewalt zu schützen. Aber was ist, wenn die Taten zu Hause passieren? Dazu die Pressemitteilung zum Kampagnenstart:

Kinder und Jugendliche sind vor allem im eigenen Umfeld der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt. Seit Jahren werden konstant tausende Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch zur Anzeige gebracht. Doch das ist nur das polizeiliche Hellfeld, das Dunkelfeld ist ungleich größer. Es wird geschätzt, dass 1 bis 2 Kinder pro Schulklasse von sexueller Gewalt betroffen sind – bei rund drei Viertel der Fälle geschieht das in der eigenen Familie oder im sozialen Nahfeld. Von den meisten Menschen wird dieses reale Risiko im eigenen Umfeld allerdings weitgehend verdrängt: 90 % der Bevölkerung halten es zwar für wahrscheinlich, dass sexuelle Gewalt vor allem in Familien stattfindet. 85 % halten es aber für unwahrscheinlich oder ausgeschlossen, dass sexuelle Gewalt in ihrer eigenen Familie passiert oder passieren kann, so das Ergebnis einer FORSA-Umfrage im Auftrag der Unabhängigen Beauftragten.“

„Mit kontrastiven, irritierenden Aussagen wie: „Geh nicht mit Fremden mit! – Und wenn es gar kein Fremder ist?“ oder „Mach niemandem die Tür auf! – Und wenn die Gefahr schon drinnen ist?“ stellt die Kampagne gewohnte familiäre Denkmuster in Frage und weist auf die reale Gefahr von sexueller Gewalt im persönlichen Umfeld hin. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, aktiv zu werden, wenn sie Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch schöpfen.“

Zur Kampagne: https://nicht-wegschieben.hilfe-portal-missbrauch.de/#c3299

Kontakt zum Hilfeportal Sexueller Missbrauch: https://www.hilfe-portal-missbrauch.de

Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch – anonym und kostenfrei: 0800 22 55 530

Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr, Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr

Wer Hilfe im Kreis Pinneberg sucht, kann sich an unsere Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt wenden: https://www.wendepunkt-ev.de/beratungsstelle-gegen-sexuellen-missbrauch/

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