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TiK-SH Kita gibt es jetzt seit 10 Jahren – ein besonderes Jubiläum!

„TiK“ steht für Traumapädagogik im Kindesalter. Fachkräfte aus Kitas, Kindertagespflege und Familienzentren werden mit traumapädagogischen Fortbildungen, Beratung und Supervision in ihrem Berufsalltag unterstützt – kostenlos. Das Angebot wird durch das Sozialministerium finanziert und von drei Trägern umgesetzt: den Kinderschutzbund Landesverband S-H, das IBAF Institut für berufliche Aus- und und den Wendepunkt e.V.

Das Jubiläum haben wir in Kiel mit einem Fachtag begangen, zu dem auch Ministerin Aminata Touré gekommen ist. Sie betonte die Bedeutung der Arbeit mit den Jüngsten: „Wenn wir bei der frühkindlichen Bildung sparen, sparen wir gegen uns selbst und gegen unsere Gesellschaft.“ An die anwesenden Fachkräfte gerichtet sagte sie: „Ich weiß, dass Sie diejenigen sind, die tagtäglich die Kleinsten von uns stärken. Nichts würde es in unserer Gesellschaft geben, wenn es Sie nicht gäbe!“ Das Angebot von TiK sei deshalb eine sehr wertvolle Unterstützung.

Fachkräfte begegnen in ihrem Alltag Kindern, die hochbelastende oder traumatisierende Erfahrungen gemacht haben. Es kann herausfordernd sein, ihr Verhalten zu verstehen und angemessen zu reagieren. Die Angebote von TiK-SH helfen, mehr Handlungssicherheit im Umgang, neue Strategien und ein tieferes Verständnis zu gewinnen.

Dr. Andreas Krüger, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie von Ankerland e.V – Hilfe für traumatisierte in Hamburg, erläuterte in seinem Fachvortrag, wie kindliche Belastungszeichen früh wahrgenommen und hilfreich begleitet werden können. Seine Erfahrung: je schneller Kinder nach traumatischen Erfahrungen Hilfe bekommen, umso effektiver wirkt sie. Er würde sich ein Angebot wie TiK-SH auch für Hamburg wünschen.

Ein Jubiläum, dass uns stolz macht. Auf Schleswig-Holstein, das seinen Fachkräften ein solches Angebot ermöglicht. Auf alle Fachkräfte, die in ihrem Berufsalltag wertvolle Arbeit leisten. Und darauf, dass wir die Rückmeldung bekommen, dass ihnen die von uns vermittelten traumapädagogischen Kenntnisse dabei helfen.

Vor einigen Jahren wurde das TiK-Angebot auch auf Grundschulen und Förderzentren ausgeweitet, wo es auf eine große Nachfrage gestoßen ist. Wir hoffen, dass dieses Angebot weiter verlängert wird.

Der Wendepunkt betreut den Bereich der Kreise Pinneberg, Steinburg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg sowie die Städte Neumünster und Norderstedt.

https://www.wendepunkt-ev.de/tik-sh-region-sued/

https://tik-sh.de/

Foto: Ulrike Martens (KSB), Antje Knosalla (IBAF), Aminata Touré, Dr. Andreas Krüger, Marie Pagenberg (IBAF), Louisa Periñan (Wendepunkt)

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