Aktuelles

Wir stellen ein!

Wir suchen ab sofort (vorerst befristet bis Ende 2026) für unseren Bereich Traumapädagogik in KiTa und Grundschulen (TIK-SH/Süd) SOZIALPÄDAGOG*INNEN oder PSYCHOLOG*INNEN

Sie sollten engagiert und flexibel sein und traumapädagogische Kompetenzen mitbringen.

Ihr Aufgabenspektrum:

  • Traumapädag. Beratung von Fachkräften aus Kita, Familienzentren, der Kindertagespflege, Grundschulen und Berufsfachschulen
  • Konzeption, Durchführung und Weiterentwicklung von Fortbildungen und Traumapädag. Supervisionen im Einzel- und Gruppenkontext

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik, Psychologie oder vergleichbar
  • Abgeschlossene oder fortgeschrittene Beratungsausbildung wünschenswert
  • Berufserfahrung im Bereich Beratung, frühkindlicher Bildung, Erwachsenenbildung und Traumapädagogik wünschenswert
  • Kooperations- und Reflexionsbereitschaft
  • Führerschein erforderlich, eigener PKW wünschenswert
  • Reisebereitschaft – Die Beratungen finden in den Kreisen HeLau, Stormarn, Steinburg und Pinneberg statt (nähere Informationen finden Sie unter unter www.tik-sh.de )
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen

Wir bieten:

  • 25-39 Std./Woche
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
  • Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
  • Ein freundliches und motiviertes Team
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildung
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe
  • Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)

Bewerbungen bitte per Mail bis zum 31.05.23 als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de. Fragen beantwortet gern Herr Jacobsen, Telefon 0 41 21 – 47 57 3 – 0

Nähere Informationen zum Projekt unter www.tik-sh.de. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

Fachtag „Beratung für männliche Betroffene“ war ein voller Erfolg

Unser Männerfachtag  hat großen Anklang gefunden. Fast 60 Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen – von Beratungsstellen, Verwaltung, Kita, Jugendhilfe, Psychiatrie und dem zuständigen Ministerium – haben teilgenommen.

Im Coworkhaus im Anscharcampus in Kiel ging es in Fachvorträgen um die Notwendigkeit männerspezifischer Beratung und den spezifischen Zugang zu männlichen Klienten im Beratungssetting.

Staatssekretärin Marjam Samadzade hat zur Begrüßung des Fachtages die Wichtigkeit der Arbeit gegen Gewalt in Paarbeziehungen betont und die Männerberatung in SH als einen wichtigen Baustein gelobt.

Der Buchautor und Männerberater Boris von Heesen hat über die Folgen von männlicher Gewalt und Verhaltensauffälligkeiten bei Männern gesprochen und deutlich gemacht, wieviel günstiger es ist, in die Prävention der psychischen Männergesundheit zu investieren, als die Folgen zu bezahlen. Wichtig ist dabei unter anderem, Geschlechtsstereotypien aufzubrechen und Männer zu motivieren, sich mit sich und ihrer Gesundheit zu beschäftigen.

Johannes Vennen, Psychologe aus Rendsburg, referierte darüber, wie man männlichen Klienten in der Beratung und Therapie begegnen sollte und sie `abholen` kann, um typische gesundheitsschädliche Prägungen zu bearbeiten und abzubauen.

Im Anschluss an die Vorträge wurden in drei Workshops verschiedene Schwerpunkte weiter vertieft.

Während der Veranstaltung haben wir die beiden im Auftrag der Männerberatung SH produzierten Kurzfilme präsentiert, in denen eindrücklich die beiden Themen Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt in der Kindheit angerissen werden, um auf die Notwendigkeit von männerspezifischen Hilfsangeboten hinzuweisen. Die von der Firma „Capt`n Capture“ sensibel umgesetzten Filme kamen sehr gut an und haben beeindruckt. Zunächst gab es nach dem Zeigen der Filme eine nachdenkliche Stille, die zeigte, wie der jeweilige Film berührt und zum Nachdenken anregt. In den Pausen wurde dann ausführlich darüber diskutiert.

#maennerberatungsh #sexuellegewalt #gewaltgegenmaenner #maennerberatung #maennerfachtag

Diskussion um Herabsetzung der Strafmündigkeit

Angesichts der erschreckenden aktuellen Fälle von Jugendgewalt in Heide und Freudenberg wird aktuell über die Herabsetzung der Strafmündigkeit diskutiert – auch in der Landesregierung in Kiel.

Bernd Priebe, unser Fachbereichsleiter der ambulanten Rückfallprophylaxe, hat sich in einem Interview mit shz online klar dagegen ausgesprochen. „Kinder ins Gefängnis zu stecken oder auch nur vor Gericht zu ziehen, ist genau der falsche Weg. Die Forschung zeigt uns relativ klar, dass Strafen bei Jugendlichen eine kontraproduktive Wirkung haben. Oder anders gesagt: Wenn wir junge Menschen heranziehen wollen, die eine gefestigte kriminelle Karriere einschlagen, dann stecken wir sie am besten in den Knast.“

Der vollständige Artikel findet sich hier (hinter der Bezahlschranke): https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/strafmuendigkeit-herabsetzen-therapeut-aus-elmshorn-ist-dagegen-44602824

Bernd Priebe arbeitet in der Hamburger Beratungsstelle des Wendepunktes mit sexuell auffälligen Minderjährigen und jungen Erwachsenen – die Jüngsten sind zwischen zehn und zwölf Jahre alt. Der studierte Theologe, Sexualpädagoge und Supervisor sagt, dass eine gerichtliche Verurteilung oder gar ein Gefängnisaufenthalt jungen Menschen, die noch mitten im Entwicklungsprozess stecken, noch viel mehr zusetze als Erwachsenen. Wenn Kinder eine Straftat begehen, führe das ja auch jetzt schon zu Konsequenzen, betont Priebe – das Jugendamt greife ein, die Kinder würden oft aus den Familien genommen, kämen in Therapien oder spezielle Einrichtungen. „Aber lediglich auf Strafe zu setzen, wie das im Gefängnis passiert – das führt nicht zu sinnvollen Ergebnissen. Es ist viel sinnvoller zu fragen, warum ein Kind Grenzen verletzt – und wie man am besten eingreifen kann, um dafür zu sorgen, dass es das nicht nochmal macht.“

Das Problem der Jugendkriminalität ist laut Priebe sehr komplex, und es müsste auf unterschiedlichen Wegen klar gegengesteuert werden. „Es gibt keine einfache Lösung, wie wir Gewalt aus der Welt schaffen können, sonst hätten wir es längst getan. Wenn wir das Problem in den Griff bekommen wollen, ist es u.a. wichtig, die Eltern zu unterstützen, für Chancengleichheit zu sorgen und auch beim Thema Kinderarmut anzusetzen.“

#wendepunktev #praeventionsexuellegewalt #jugendkriminalitaet #shz

Beitrag im NDR Fernsehen über den Wendepunkt

Die Gefahren durch das Internet und die sozialen Medien für Kinder und Jugendliche –

die Sendung DAS! des NDR hat sich gestern mit diesem Schwerpunkt beschäftigt.

Dabei wurde in einem Beitrag die Arbeit des Wendepunktes vorgestellt. Hier der link zur NDR Mediathek:

https://www.ardmediathek.de/video/das/wendepunkt-beratungsstelle-gegen-digitale-gewalt/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8xN2RjZmUwZS1iY2IwLTRiYWItODJjMS1mZTFkODE4M2RiNzA

In dem Beitrag berichtet Bianca Tietz, Leiterin des Fachbereichs Prävention, über die Arbeit in den Schulen zum Thema Umgang mit den Medien. In den Projekten geht es zum einen darum, die Kinder und Jugendlichen für die Gefahren und Risiken zu sensibilisieren. Zum anderen werden die Jugendlichen auch darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich durch das Teilen und Weiterleiten bestimmter Bilder und Videos auch strafbar machen können.

Mit den Folgen eines solchen Umgangs mit dem Internet beschäftigt sich unser Team der Ambulanten Rückfallprophylaxe. Hier wird unter anderem mit sexuell übergriffigen Minderjährigen und jungen Erwachsenen gearbeitet. Bernd Priebe, Leiter des Fachbereichs, betont in dem Beitrag, dass es bei seiner Arbeit darum geht, den jungen Menschen zu verdeutlichen, dass ihre Taten verurteilt werden, aber nicht sie als Menschen. Und dass ihnen die gemeinsame Arbeit dabei helfen kann, ihr Verhalten in der Zukunft zu verändern.

In der Sendung ist die Schulleiterin und Autorin Silke Müller zu Gast. Sie ist die erste Digitalbotschafterin Niedersachsen und warnt, dass viele Eltern keine Ahnung davon haben, was sich auf den Handys ihrer Kinder alles abspielt.

Hier der link zur kompletten Sendung:

https://www.ardmediathek.de/video/das/das-mit-schulleiterin-und-autorin-silke-mueller/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM0MTgxN19nYW56ZVNlbmR1bmc

#wendepunktev #das! #nichtweiterleiten #praeventionsexuellegewalt

Schnell noch Restplätze sichern für unsere aktuellen Fortbildungsangebote

Am 26.6. und 4.7. geht es um Grundlagen psychischer Erkrankungen in der sozialen Arbeit.

Oft werden wir im Arbeitsalltag mit psychiatrischen Diagnosen konfrontiert – vielleicht stehen sie in Berichten oder einer Akte oder aber die Betroffenen selbst (oder ihre Eltern) teilen uns diese mit. In diesem Seminar wird sich unsere Referentin Elisabeth Hüttche mit Ihnen anschauen, wie Diagnosen zustande kommen und was eigentlich hinter welcher Diagnose steckt.

Was bedeuten diese Diagnosen und wie können wir mit den Menschen gut arbeiten, mit ihnen in Kontakt kommen? Wie können wir in der Arbeit mit diesen Diagnosen umgehen, wie hilfreiche Sichtweisen entwickeln und weniger hilfreiche Strategien vermeiden?

Alle Infos und Anmeldung hier: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/grundlagen-psychischer-erkrankungen-fuer-die-soziale-arbeit

Alle Infos und Anmeldung unter: https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/flipcharts-kann-jeder-praxis-fortbildung

Weitere Fortbildungen:

www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/methoden-koffer-fuer-beraterinnen-systemisches-handwerkszeug-wieder-entdecken

Basiskompetenzen systemischer Beratung in der sozialen Arbeit

  1. Juni 2023 + 11. Juni 2023

www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/basiskompetenzen-systemischer-beratung-in-der-sozialen-arbeit

´Ich würde so gerne helfen, aber wie?´

  1. + 22.06.2023

www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/ich-wuerde-so-gerne-helfen-aber-wie-grundlagen-zum-umgang-mit-traumatisierten-kindern-und-jugendlichen-online-seminar-3

Methoden-Koffer für Berater*innen – Systemisches Handwerkszeug (wieder-)entdecken

5. September 2023 – 13. Februar 2024 (fünfteilig)

Vorstellung des Tätigkeitsberichts für 2022

In 2022 haben sich wieder mehr als 1200 Menschen hilfesuchend an den Wendepunkt e.V. gewandt

Im vergangenen Jahr ist glücklicherweise wieder etwas Normalität in unsere Arbeit eingekehrt und wir konnten wie gewohnt unsere Beratungen, Hilfen, Schulprojekte und Fortbildungen durchführen.

Wir mussten allerdings feststellen, dass die Einschränkungen durch die Pandemie bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht ohne Folgen geblieben sind. So haben uns ungewöhnlich viele anlassbezogene Anfragen aus den Schulen erreicht, in denen es um Konflikte im Klassenverbund, Mobbing und das soziale Miteinander ging.

Die Folgen der besonderen Belastungen haben uns auch in unseren Fachbereichen Traumazentrum und den Erziehungshilfen sehr beschäftigt. Kinder, Jugendliche und Familien reagieren auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre ganz unterschiedlich – was manche bewältigen können, ist für andere hochstressig.

„Corona hat eindeutig etwas mit den Kindern und Jugendlichen gemacht. Viele Jugendliche sind nach Corona beispielsweise ängstlicher geworden. Sie müssen erst wieder herausfinden, wie sie in der Gruppe klarkommen und ihre Rolle finden – da war viel Hilfestellung erforderlich“, berichtet Frauke Schöffel, Leiterin des Fachbereichs Familien- und Erziehungshilfen. „Wir hatten vor Corona viele Schüler in unseren Familien, die gut integriert waren. Da mussten wir jetzt teilweise ganz von vorne anfangen. Corona hat die Familien verändert, Netzwerke sind zusammengebrochen und die Systeme waren hochbelastet.“

Zeitweilig wurden von den Jugendämtern mehr Anfragen an die Familienhilfen herangetragen, als wir bearbeiten konnten – etwa dreißig Familien mussten abgelehnt werden, 71 konnten aufgenommen werden. „Den Fachkräftemangel spüren wir sehr deutlich auf allen Seiten und Ebenen im sozialen Bereich. Sozialarbeiter sind die am meisten gesuchten Fachkräfte. Und auch in den Jugendämtern sind seit Monaten Stellen unbesetzt. Wenn wir dann eine Kindeswohlgefährdung melden müssen und am anderen Ende niemanden erreichen, dann ist das schnell kritisch“, berichtet Schöffel. „Es klappt mit unseren Kooperationsberatern noch ganz gut, aber es wird sich weiter verschärfen.“

„Wenn es mit dem Fachkräftemangel so weitergeht, wird es Auswirkungen haben und zulasten der Kinder, Jugendlichen und ihren Familien gehen“, sagt Dirk Jacobsen, Geschäftsführer des Wendepunktes. „Dann kann Kindern, Jugendlichen, die Probleme haben, nicht mehr geholfen werden, einfach weil es zu wenig Fachkräfte gibt.“

Es bräuchte mehr Ausbildungsplätze, eine bessere Bezahlung, mehr Wertschätzung für die wichtige Arbeit und klare Impulse von Seiten der Politik, daran sind sich die Wendepunkt-Mitarbeiter einig.

Im Bereich Traumazentrum musste im vergangenen Jahr zum Glück niemand abgewiesen werden, betont Sascha Niemann, Leiter des Fachbereichs. Denn gerade nach hochbelastenden und traumatisierenden Erfahrungen ist eine schnelle Hilfe sehr wichtig. Und nicht selten braucht das ganze Familiensystem Hilfe. „Man sagt allgemein, dass Trauma ansteckend ist. Das ganze System organisiert sich um die Betroffenen, versucht zu unterstützen. Das belastet alle – deshalb bieten wir, wenn nötig, Begleitung für die ganze Familie an“, erläutert Sascha Niemann. Im Notfall kann, wie in diesem Jahr beispielsweise nach dem Messerattentat von Brokstedt, schnell reagiert werden. Während Patienten bei niederlassenen Psychologen zumeist eine Wartezeit von einem halben Jahr oder mehr haben, bietet die Interdisziplinäre Trauma-Ambulanz Westholstein kurzfristig Hilfe und Unterstützung. „Unser spezialisiertes Behandlungsangebot, das traumafokussiert und interdisziplinär im Austausch mit der Regio Klinik arbeitet, ist sehr gut aufgestellt, und wir erreichen damit viele Familien in den Kreisen Pinneberg und Steinburg. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 534 Beratungsanfragen an den Fachbereich Traumaintervention und Beratung, zum dem unter anderen die Trauma-Ambulanz, die Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt und die Männerberatung gehören, herangetragen worden“.

Darunter waren auch viele Flüchtlinge und ihre Familien – aus der Ukraine sowie anderen Ländern. Insgesamt haben den Wendepunkt im vergangenen Jahr 1236 (2021: 1246) Hilfeanfragen erreicht.

Wir sind froh, dass wir an den Schulen wieder ohne Einschränkungen unsere Präventionsprojekte durchführen konnten. Mit insgesamt 180 Projekten haben wir mehr als 3600 Schülerinnen und Schüler erreicht – hinzu kamen außerdem noch Lehrkräfte und Eltern.

Unser Fortbildungszentrum hat 237 Fort- und Weiterbildungen durchgeführt – dazu kamen noch 50 Fortbildungen im Rahmen unserer Fachstelle Schutzkonzepte.

Es ist unser Ziel, Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen und sie zu befähigen, mit den besonderen Herausforderungen gerade durch hochbelastete Kinder und Jugendliche umzugehen.

In unserem Fachbereich Ambulante Rückfallprophylaxe haben wir auch im vergangenen Jahr eine weitere Zunahme der Anfragen beobachten müssen. Der drastische Anstieg der Nutzung und Verbreitung von Abbildungen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen spiegelt sich auch in unserer täglichen Arbeit wider. Mit Sorge müssen wir beobachten, dass immer mehr Kinder und Jugendliche auch (sexuell) übergriffig werden – weil sie zum Teil unreflektiert und sorglos verbotene Inhalte konsumieren und teilen.

 

 

 

 

 

Fachtag Männerberatung – jetzt noch anmelden!

Am 9. Mai 2023 findet unser diesjähriger Fachtag „Beratung für männliche Betroffene“ statt.

Bei der Präsenzveranstaltung im Coworkhaus im Anscharcampus in Kiel geht es in Fachvorträgen um die Notwendigkeit männerspezifischer Beratung und den spezifischen Zugang zu männlichen Klienten im Beratungssetting. In anschließenden Workshops werden verschiedene Schwerpunkte vertieft.

Jetzt anmelden – alle Informationen finden Sie hier:

https://www.wendepunkt-fortbildung.de/fortbildungen/fachtag_maennerberatung_2023

Boris von Heesen, Männer-, Jungen- und Gewaltberater und Buchautor, hält einen Vortrag mit dem Thema „Männerberatung 2.0 – Warum männerspezifische Beratung notwendig ist und wie Männer für sie gewonnen werden können“. Er veranschaulicht anhand amtlicher Statistiken den Beratungsbedarf und entwirft konkrete Vorschläge, um die Akzeptanz von Männerberatung zu steigern.Johannes Vennen, Psychologischer Psychotherapeut und spezialisiert auf Männerberatung, stellt in seinem Vortrag die Frage: „Brauchen Männer eine andere Form der Beratung/Psychotherapie?“ Er gibt einen Einblick in die Beratung männlicher Klienten und diskutiert, was sich bewährt hat und wie der Zugang in Beratung/Therapie erleichtert werden kann.

Im Anschluss werden drei verschiedene Workshops angeboten. Der Fachtag wird ausgerichtet von der Männerberatung-SH der drei Träger Pro Familia Flensburg, Frauennotruf Kiel e.V. und Wendepunkt e.V. Staatssekretärin Marjam Samazade wird ein Grußwort halten.

Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und einen spannenden Austausch!

 

Leitungskraft für unser Fortbildungszentrum gesucht

Das Wendepunkt Fortbildungszentrum (WFZ) engagiert sich seit vielen Jahren in der
Fortbildung u.a. von Fachkräften aus dem Bildungssektor, den Kindertagesstätten, der Jugendhilfe sowie dem Gesundheitswesen.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Leitungskraft des Fortbildungszentrums WFZ (m/w/d). Eine sehr interessante und vielfältige Tätigkeit mit Raum zur Gestaltung!
Begleiten Sie uns als Leitung des Fortbildungszentrums (m/w/d) auf dem spannenden Weg der strategischen Weiterentwicklung unseres Fortbildungszentrums und nutzen Sie die Chance, unser Fortbildungszentrum und dessen Ausrichtung neu zu Denken und aktiv mitzugestalten.

Ihr Aufgabengebiet:
• Übernahme der Leitung unseres Fortbildungszentrums mit Verantwortung aller wirtschaftlichen,
personellen und verwaltungsrelevanten Aufgaben
• Sie vertreten das Fortbildungszentrum im Innen- und Außenverhältnis, pflegen die Kontakte
zu Auftraggebern und Kooperationspartnern und bauen dieses Netzwerk weiter aus
• Die strategische und konzeptionelle Weiterentwicklung des Fortbildungsportfolios
gehört ebenfalls zu Ihrem Verantwortungsbereich
• Sie stellen den reibungslosen administrativen Ablauf der Fortbildungen sicher

Ihr Profil:
• Abgeschlossene Ausbildung oder Studium im kaufmännischen Bereich oder einschlägige
Berufserfahrung im o.g. Aufgabengebiet oder vergleichbare Qualifikation
• Kenntnisse im Bereich Arbeitsorganisation, Analyse und Gestaltung von Prozessen, Ressourcenplanung, Kostenrechnung und Projektmanagement
• Offenes, integres Auftreten, mit ausgeprägtem Führungs- und Verhandlungsgeschick, sehr gutes Kommunikationsvermögen sowie Erzeugung eines Wir-Gefühls innerhalb des Fachbereiches
• Bodenständige, hands-on-geprägte, engagierte Persönlichkeit, die gestaltet, Themen voranbringt, Organisation und Menschen weiterentwickelt
• Routinierter Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln und Medien ist für Sie selbstverständlich

Wir bieten:
• 30 – 39 Wochenstunden
• Flexible Arbeitszeiten nach Absprache mit dem Arbeitgeber
• Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund
• Weiterbildungsmöglichkeiten und langfristige Perspektiven
• Angebote zur Erhaltung Ihrer Gesundheit (Psygesa e.V., Obstkorb)
• Gute Anbindung an den HVV, fußläufig vom Bahnhof erreichbar
• Möglichkeit der Teilnahme am Bikeleasing und Corporate Benefits

Bewerbungen bitte bis 30.04.2023 per Mail als PDF an bewerbung@wendepunkt-ev.de
Fragen beantwortet gern Herr Blauert, Telefon 0 41 21 – 47 57 3 – 0

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Fachstelle Schutzkonzepte des Wendepunkt e.V. stellt dreijährige Projektarbeit vor

„Wenn alle Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sich mit einem individuellen Schutzkonzept auseinandersetzen, wenn sie sensibel sind für dieses Thema, dann ist viel erreicht. Das ist eine der sinnvollsten präventiven Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Übergriffen zu schützen,“ betont Dirk Jacobsen, Geschäftsführer des Wendepunkt e.V.

Schutzkonzepte in Kitas, Schulen, der offenen Jugendarbeit oder auch Vereinen sollen helfen, grenzüberschreitende Situationen zu vermeiden und klare Werte und Verhaltensrichtlinien aufzustellen, um sie so zu sicheren Orten zu machen. Denn spätestens seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule und anderen Einrichtungen ist klar: auch in Einrichtungen kann es zu (sexuellen) Übergriffen kommen. Laut WHO ist davon auszugehen, dass in Deutschland in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder schon mal sexuelle Gewalt erfahren haben oder noch erleben.

Der Wendepunkt e.V. hat dank einer Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie vor drei Jahren damit begonnen, eine Fachstelle Schutzkonzepte aufzubauen. In diesem Rahmen wurden 10 Leuchtturmprojekte – von Kitas über Schulen und offene Jugendarbeit bis hin zu Kinderkliniken – bei der Entwicklung eines individuellen Schutzkonzeptes begleitet. „Wir vom Wendepunkt sind oft gefragt worden, ob wir bei der Entwicklung unterstützen können. Für die Einrichtungen ist das neben ihrer täglichen Arbeit eine große Herausforderung“, erklärt Anja Wendland, Koordinatorin der Fachstelle. „Denn es geht darum, eine Haltung, eine Kultur der Achtsamkeit und Fehlerfreundlichkeit zu entwickeln, für mögliche Risiken zu sensibilisieren und die Kinder und Jugendlichen zu beteiligen. Das sind langfristige Qualitätsprozesse, die nie zu Ende sind, weil sie gelebt werden müssen.“

Neben Kooperationspartnern, Vertretern aus der Verwaltung und Politikern aus Kreis- und Landtag sind zahlreiche Mitarbeiter*innen der Leuchtturmprojekte in den Wendepunkt gekommen, die von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen im Schutzkonzeptprozess berichten. Anja Jansen, Stadtjugendpflegerin Elmshorn, die den Prozess in mehreren Elmshorner Einrichtungen der offenen Jugendarbeit begleitet hat, betont, wie wichtig die Unterstützung durch den Wendepunkt war: „Der Blick von außen war essentiell und ganz wertvoll. Der Prozess und das Ergebnis wären nicht so gut, wenn wir das nicht gehabt hätten.“ Stadtrat Dirk Moritz ergänzt: „Die eigene professionelle Arbeit wird in dem Prozess auf den Prüfstand gestellt. Das kostet Zeit und Energie – ich danke alle Beteiligten ganz herzlich für ihren erfolgreichen Einsatz. Denn das sind unsere Kinder und Jugendlichen, für die wir Verantwortung tragen! Das Thema Kinderschutz wird zukünftig im gesamten Einstellungsprozess eingebunden werden.“

Neben der Begleitung der Leuchtturmprojekte hat die Fachstelle Schutzkonzepte außerdem zahlreiche Fortbildungen und insgesamt 3 Fachtage durchgeführt, aktuelle Informationen zusammengetragen und die Vernetzung in Schleswig-Holstein vorangebracht. Und ein weiteres sichtbares Ergebnis der Arbeit wird auch noch präsentiert: ein Schutzkonzept-Ordner, der mit umfangreichen Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Bausteinen, Arbeitsbögen, Checklisten und Beispielen eine wertvolle Hilfe für Einrichtungen auf dem Weg zu einem Schutzkonzept ist. „Die Erfahrungen der vergangenen drei Jahre und die praktische Arbeit mit den unterschiedlichen Einrichtungen haben uns viel gelehrt, und dieses Wissen haben wir in den Ordner eingebracht“, so Anja Wendland. „Wir wollen eine Brücke bauen zwischen Wissenschaft und Praxis. Und wir werden auch in Zukunft Einrichtungen unterstützen, Fortbildungen anbieten und die Netzwerkarbeit fortsetzen, denn die Fachstelle Schutzkonzepte ist kein Projekt mehr, sondern ein fester Arbeitsbereich beim Wendepunkt e.V. geworden.“

Nach Auslaufen der Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie ist die Unterstützung allerdings zukünftig von den Einrichtungen zu tragen.

Die Schutzkonzeptarbeit ist eine große Aufgabe, die von möglichst Vielen getragen werden muss. Dr. Simone Pülschen von der Europa-Universität Flensburg betont, wie wichtig die Vernetzung und ein enger Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis seien. „Es braucht Begleitung von außen und wir brauchen gleichzeitig Menschen in den Einrichtungen, die die Prozesse anstoßen und begleiten. Kinderschutz ist unsere Aufgabe – das sollte fest in die Ausbildung der Lehrkräfte integriert werden.“ Ihr Appell an den Wendepunkt – und die Politik: „Bitte macht weiter mit dieser Arbeit! Wir brauchen mehr Förderung dafür!“

Foto des Fachstellen-Teams (Anja Wendland, Dennis Blauert, Hanne Traulsen) mit Mitarbeitenden aus den begleiteten Einrichtungen aus Elmshorn (Ortsjugendpflege Rellingen, Kinder und Jugendarbeit der Stadt Elmshorn, Kinder- und Jugendhaus der AWO „Stromhaus“, Johann-Rist-Gymnasium Wedel, Frischlinge e.V. Elmshorn, Raboisenschule Elmshorn, Ev. Kindergarten Sparrieshoop), gemeinsam mit Stadtjudenpflegerin Anja Jansen und Stadtrat Dirk Moritz, Elmshorn

Foto Hanne Traulsen (Fachstelle Schutzkonzepte) und Dennis Blauert (Leiter des Fachbereichs Fortbildung) von der Fachstelle Schutzkonzepte präsentieren die wichtigsten Bausteine für ein gutes Schutzkonzept

Foto: Ingo Waschkau, Kreisjugendring Pinneberg e.V., Verena Mohnke (SPD Kreistag), Beate Raudies (SPD Landtag S-H), Ortwin Schmidt (CDU Kreistag)

Kostenloser Fachtag Schutzkonzepte in Schulen

Die zweite Auflage unseres digitalen Fachtags Schutzkonzepte für Schulen ist landesweit wieder sehr gut angekommen! Insgesamt 170 Teilnehmer*innen haben an der kostenlosen Online-Veranstaltung mit dem Thema „Schutzkonzepte in Schulen – ein sicherer Ort werden und bleiben!“ teilgenommen. Im vergangenen Dezember hatten wir den Fachtag zu diesem Themenschwerpunkt schon einmal durchgeführt und waren von der hohen Nachfrage überrascht worden. Deshalb hatten wir entschieden, das Angebot nochmal durchzuführen und waren dankbar, dass wir alle Beteiligten ein weiteres Mal gewinnen konnten!

An der fünfstündigen Veranstaltung haben Schulleitungen, Fachkräfte der Schulsozialarbeit und Präventionsbeauftragte aus ganz Schleswig-Holstein (wie auf der Karte gut zu sehen ist) teilgenommen, um sich über die Entwicklung von Schutzkonzepten an Schulen zu informieren. Seit 2021 schreibt das Schulgesetz des Landes Schleswig-Holstein vor, dass Schulen ein individuelles Schutzkonzept erarbeiten müssen. Für viele Schulen ist dies jedoch – nicht nur aufgrund der zahlreichen aktuellen Belastungen – eine große Herausforderung. Wir wollen mit diesem Fachtag zeigen, wie es gelingen kann, dass Schulen sich nachhaltig zu Schutz- und Kompetenzorten entwickeln. Empfehlungen aus Wissenschaft und Praxis sollen die Schulen motivieren, sich auf den Weg zu machen.

Das Feedback der teilnehmenden war rundum positiv. „Herzlichen Dank für die hervorragende Fortbildung. Fühle mich für die weitere Arbeit gut vorbereitet.“, „Vielen Dank für die hervorragend vorbereitete und durchgeführte Fortbildung!“, „Herzlichen Dank für diese gut strukturierte Fortbildung! Damit kann man gut starten.“, „Dankeschön, bin immer wieder begeistert was den Wendepunkt angeht.“ – so die Kommentare in unserem Chat. Vielen Dank an die Teilnehmenden zurück!

Dr. Simone Pülschen von der Europa-Universität Flensburg hielt einen Vortrag unter dem Titel „Schutzkonzeptentwicklung in Schulen – gemeinsam statt einsam“. Es ging um die Bedingungen für eine gelingende Schutzkonzeptentwicklung und den Aufbau eines Netzwerks mit Fachkräften aus Schule und Kinderschutz.

Nadine Blank von der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg hat anschließend von den Schutzkonzeptprozessen an ihrer Schule, den praktischen Fragen und eigenen Erfahrungen berichtet. Hanne Traulsen von der Fachstelle Schutzkonzepte des Wendepunkt e.V. hat einen Überblick über die Risikofelder und Bausteine der Schutzkonzeptarbeit gegeben.

Anschließend wurden verschiedene Themen und Schwerpunkte eines Schutzkonzepts in vier verschiedenen Workshops vertieft, die von Anja Wendland, Hanne Traulsen, Henriette Dittmer, Dennis Blauert (alle Wendepunkt) und Carmen Ritter vom Schulpsychologischen Dienst Nordthüringen geleitet wurden.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für einen gelungenen und informativen Austausch!