Aktuelles

„Habibi“ – Unser „Lieblings-Baum“

DaZ-Schüler basteln im Wendepunkt einen Phantasiebaum

„Habibi“ bedeutet im Arabischen so viel wie „Liebling“, aber auch „Freund“. Diesen Namen haben sich die 17 Schülerinnen und Schüler der DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) der Anne-Frank-Schule für ihren Baum ausgesucht. „Unser phantastischer Baum“ – so hieß das Angebot des Wendepunktes zur Interkulturellen Woche.

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Wendepunkt e.V. gewinnt renommierten Sparda Bank Hamburg Award

Erster Platz beim Jurypreis in der Kategorie „Soziale Projekte“

Projekt der Interdisziplinären Trauma-Ambulanz erhält 5500 Euro

Hamburg/Elmshorn. „Sie leisten unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft – die Trauma-Ambulanz ist ein sehr unterstützenswertes Projekt.“ Mit diesen Worten überreichte Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und Schirmherrin des Sparda-Bank Hamburg Awards den Preis an Dirk Jacobsen, Leiter der Trauma-Ambulanz.

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Benefizkonzert der Chorknaben Uetersen war ein voller Erfolg

Knapp 1.400 Euro Spenden für die Trauma-Ambulanz

Es war ein sehr abwechslungsreiches Programm, das die Chorknaben Uetersen in der Thomaskirche in Elmshorn zum Besten gaben. Von klassischer geistlicher Chormusik aus 400 Jahren Musikgeschichte bis hin zu Ausschnitten aus dem neuesten Projekt des Knabenchors. Der lettische Komponist Ugis Praulins hat ein geistliches Ovatorium eigens für den Uetersener Chor geschrieben – in Zusammenarbeit mit einer Rockband. Somit begleiteten zum Teil ungewohnte Klänge vom Band die Chormitglieder im Alter von 9 bis 23 Jahren.

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Immer mehr Menschen suchen Hilfe beim Wendepunkt

Vorstellung des Tätigkeitsberichts für 2017

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Anfragen wieder stark gestiegen – insgesamt haben wir 1019 Fälle bearbeitet, im Vorjahr waren es noch 870. Im Bereich unserer Interdisziplinären Trauma-Ambulanz ist dieser Anstieg am deutlichsten. Hier haben wir 240 Fälle bearbeitet – das ist eine Zunahme von knapp 60 % gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen noch 176 Fälle aus der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch – auch in diesem Bereich gab es mehr Hilfeanfragen als im Vorjahr.

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Viel Zustimmung, Lob und Unterstützung

Fachtag zum 10jährigen Jubiläum der Hamburger Beratungsstelle für sexuell auffällige Minderjährige und junge Erwachsene

In ihrer Rede betonte die Senatorin für Arbeit, Soziales und Integration, Dr. Melanie Leonhard, die große Bedeutung der Arbeit der Beratungsstelle für den weiteren Lebensweg der Jugendlichen. Den jungen Menschen, die sexuell grenzverletzendes oder sogar übergriffiges Verhalten gezeigt haben, könnten andere Wege aufgezeigt werden, weshalb diese Arbeit gleichzeitig elementar für den Opferschutz sei. Im Bürgerhaus Wilhelmsburg bedankte sich Frau Leonhard für die Zusammenarbeit und die Unterstützung der verschiedenen Institutionen in Hamburg durch den Wendepunkt und wünschte allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg.

Rita Steffes-enn von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten e.V. betonte das Recht dieser jungen Menschen auf Hilfe. In den zurückliegenden Jahren habe dieser Arbeitsbereich eine große Entwicklung und Professionalisierung erfahren. Bernd Priebe, Leiter der Beratungsstelle des Wendepunkts, habe dazu einen großen Beitrag geleistet.

Wera Ellen Auras vom Zündfunke e.V. und der NEXUS-Arbeitsgemeinschaft betonte vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Wendepunkt für die Verbesserung des Kinderschutzes in Hamburg. „Wir sind froh, dass es euch gibt. Dass ihr es jeden Tag auf euch nehmt, diese schwere Arbeit zu leisten,“ so Auras.

Bernd Priebe und seine MitarbeiterInnen Nicole Krampe und Karl-Sören Michaelis hielten anschließend einen Vortrag über ihre Arbeit – über das Angebot der Beratungsstelle, die Arbeitsweise, die Ziele und Erfahrungen, und die Wünsche für die Zukunft.

Im Anschluss boten noch zwei Fachvorträge Diskussionsanstöße. Die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal reflektierte über Geschlechterstereotypen und Kommunikationsmechanismen im Umgang mit sexualisierter Gewalt. Arne Dekker, Juniorprofessor für Sexualwissenschaft und präventive Internetforschung am UKE, hielt einen Vortrag zum medialen Generationenverhältnis als Herausforderung für die Prävention sexueller Gewalt.

Bei Buffet und Musik fand dann noch ein reger Austausch über die verschiedenen Themen statt. Das allgemeine Fazit über die Arbeit der Beratungsstelle: Weiter so!

10 jähriges Jubiläum der Hamburger Beratungsstelle für sexuell auffällige Minderjährige und junge Erwachsene

Beratungsangebot mit bundesweiter Vorbildfunktion

„Arbeit mit Tätern ist vorrangig Opferschutz“, betont Bernd Priebe, Leiter der Hamburger Beratungsstelle. „Wir wollen, dass sexuell auffällige und übergriffige junge Menschen verstehen, welche Folgen ihre Taten haben. Und dass sie Empathie für ihre Opfer entwickeln. Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch“.

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Stark gegen sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen

Beratungsangebote des Wendepunkt e.V. helfen Betroffenen und Fachkräften

Wo hören Doktorspiele auf, und ab wann wird aus sexuellen Handlungen zwischen Kindern übergriffiges Verhalten? Wie sollen sich Pädagogen verhalten, wenn sie von sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen erfahren? Wie können Betroffene geschützt und gestärkt werden, und welche Maßnahmen können übergriffigen Kindern und Jugendlichen helfen, ihr Verhalten zu ändern? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei neue Flyer der „Aktion Jugendschutz“. Der Wendepunkt verschickt zurzeit die Broschüren an insgesamt knapp 80 Grundschulen und weiterführenden Schulen im Kreis Pinneberg.

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Wendepunkt begrüßt das neue Präventionsgesetz der Nordkirche

Kirchenrechtliche Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

„Wir unterstützen die Entscheidung der Nordkirche, die Prävention und Intervention gegen sexualisierte Gewalt kirchenrechtlich zu verankern. Zum Schutz gerade von Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, dass sich Institutionen ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind und ein klares Schutzkonzept aufstellen“, so Ingrid Kohlschmitt, Leiterin des Wendepunkt e.V.

Die Landessynode der Nordkirche hat auf ihrer Tagung das sogenannte Präventionsgesetz beschlossen. Dabei geht es um den Schutz vor sexualisierter Gewalt sowie um die Einrichtung von Verfahren und Strukturen mit dem Ziel, Gefährdungen oder übergriffiges Verhalten schnellstmöglich zu beenden.

Der Wendepunkt e.V. arbeitet seit vielen Jahren mit verschiedenen Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Vereinen oder Jugendhilfeeinrichtungen und auch einzelnen Gemeinden zusammen, um gemeinsam Schutzkonzepte zur Prävention sexuellen Missbrauchs zu erarbeiten. „Da geht es um die Frage, welche besonderen Risiken gibt es gerade in pädagogischen Arbeitsfeldern und wie kann man verhindern, dass haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter ihre Machtposition und Überlegenheit für sexuelle Übergriffe oder anderes Fehlverhalten missbrauchen?“, erklärt Dirk Jacobsen, Leiter der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch des Wendepunkts. „Wir unterstützen Institutionen dabei, ein klares Interventionskonzept zu entwickeln, das im Falle eines Verdachts auf sexuellen Missbrauch schnell greift und die Opfer schützt. Dabei ist wichtig, dass in solchen Situationen Fachlichkeit und Besonnenheit vorherrschen.“

Die Aufdeckung zahlreicher Fälle sexuellen Missbrauchs in Einrichtungen hat in den vergangenen Jahren viel öffentliches Aufsehen erregt. Im Umgang mit dem Thema gibt es viele Ängste, Unsicherheiten und auch Abwehrreaktionen. „Wir helfen Institutionen dabei, ein ethisches Leitbild zu entwickeln und Verhaltensregeln zu formulieren. Außerdem sollten Kinder und Jugendlichen beteiligt werden an den Prozessen, die sie selbst betreffen, damit vertrauensvoll und angemessen auf ihre Anliegen eingegangen werden kann“, so Jacobsen.

Neben der Prävention und Intervention steht in dem neuen Kirchengesetz auch die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt im Fokus. Seit einigen Jahren gibt es dazu bereits die UNA – Unabhängige Ansprechstelle für Menschen, die in der Nordkirche sexuelle Übergriffe erlebt oder davon erfahren haben. Sie wurde im Auftrag der Nordkirche vom Wendepunkt ins Leben gerufen. Hierhin können sich Betroffene wenden, die einen Ansprechpartner außerhalb der Institution Kirche suchen.

„Wir würden uns wünschen, dass möglichst viele Institutionen dem Beispiel der Nordkirche folgen und fest verankern, was eigentlich selbstverständlich sein sollte“, betont Ingrid Kohlschmitt. „Ein klar definiertes Schutzkonzept hilft, Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen vorzubeugen und sichere Orte für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Ein solch einheitliches Konzept sollte zum Beispiel auch für die Schulen festgelegt werden.“

Im Fall eines sexuellen Übergriffes oder auch eines Verdachts können sich Betroffene und Institutionen an die kreisweit tätige Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch des Wendepunkts wenden und dort kostenlose Beratung in Anspruch nehmen.
beratungsstelle@wendepunkt-ev.de, 04121/475730

Unabhängige Ansprechstelle für Menschen, die in der Nordkirche sexuelle Übergriffe erfahren haben:
una@wendepunkt-ev.de, 0800-0220099 (kostenfrei)