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Kindeswohlgefährdungen in S-H nehmen drastisch zu

Neuer Höchststand bei Kindeswohlgefährdungen in Schleswig-Holstein – in 2024 wurden 2721 Gefährdungen gemeldet. Im Vorjahr waren es 1841 Fälle – das ist ein Anstieg um 47,8 %!

Der häufigste Grund: Kinder werden von ihren Eltern vernachlässigt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um fehlende erzieherische Einflussnahme bei unregelmäßigem Schulbesuch oder um unzureichende Pflege und Versorgung des Kindes z. B. mit Nahrung, sauberer Kleidung und Hygiene, so das Statistikamt Nord.

In 38 % der Fälle kam es zu psychischen Misshandlungen, in 23 % zu körperlichen Misshandlungen und in 5 % zu sexueller Gewalt. Pro Fall können mehrere Ursachen angegeben werden.

Fachkräfte aus den Jugendämtern sehen unterschiedliche Gründe für die deutliche Zunahme. Hinweise würden früher gemeldet und systematischer geprüft. Fachkräfte, Polizei und Gerichte seien stärker in den Kinderschutz eingebunden und die Schwelle für Meldungen niedriger. Gleichzeitig stünden viele Familien unter zunehmendem Druck: Armut, psychische Erkrankungen, Sucht oder häusliche Gewalt erschweren den Alltag und können das Risiko für Kindeswohlgefährdung erhöhen.

Das führt zu einer großen Belastung der Jugendämter und der Beratungsstellen.

Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, besteht dringender Handlungsbedarf!

Wir bieten für den Kreis Pinneberg InsoFa-Fachberatung für Kinderschutz an – InsoFa steht für „Insoweit erfahrene Fachkraft“. Wenn Fachkräfte den Verdacht haben, dass ein Kind Gewalt erfährt oder erfahren hat, vernachlässigt wird oder in anderer Form gefährdet ist, können sie sich von einer InsoFa beraten lassen. Die Beratung ist kostenfrei!

Der Wendepunkt berät zur Kindeswohlgefährdung bei den Themen sexualisierte Gewalt und Trauma. Wir unterstützen Fachkräfte und Einrichtungen bei der Gefährdungsanalyse und der Entwicklung von Schutzmaßnahmen.

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