
Insgesamt 79.800 Fälle wurden beim Jugendamt gemeldet. Seit Beginn der Zählung 2012 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.
Für die betroffenen Kinder bedeutet das, dass sie von Vernachlässig, psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen sind. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, „wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder bereits eingetreten ist.“
Besonders stark zugenommen haben laut der offiziellen Statistik Vernachlässigung und psychische Misshandlungen.
In Schleswig-Holstein ist die Zahl entgegen dem Bundestrend etwas zurückgegangen auf 2.481 Fälle (2024: 2721). Aber auch hier bleiben die Zahlen im langfristigen Vergleich hoch.
„Hinter jeder Zahl steht ein junger Mensch, dessen Schutz und Entwicklung gefährdet sein können, und der Hilfe braucht“, betont Henriette Dittmer aus unserem Traumazentrum. Sie ist Teil des InsoFa-Teams – InsoFa steht für „Insoweit erfahrene Fachkraft“. Wenn Fachkräfte (aus dem Kreis Pinneberg) den Verdacht haben, dass ein Kind Gewalt erfährt oder erfahren hat, vernachlässigt wird oder in anderer Form gefährdet ist, können sie sich von einer InsoFa beraten lassen. Der Wendepunkt berät zur Kindeswohlgefährdung bei den Themen sexualisierte Gewalt und Trauma. Die Beratung ist kostenfrei!
„Kinderschutz braucht verlässliche Strukturen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte und frühzeitige Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien. Entscheidend ist, ob Hilfen rechtzeitig ankommen, Gefährdungen früh erkannt werden und Fachkräfte die Ressourcen haben, die sie für ihren wichtigen Auftrag benötigen. Hier können wir unterstützen.“
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