
Heute ist der Internationale Männertag. Er soll Aufmerksamkeit schaffen für die geistige und körperliche Gesundheit von Jungen und Männern, Geschlechtergleichheit und spezifisch männliche soziale Themen. Ein guter Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass auch Männer von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen sind.
Weit überwiegend sind es Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, aber auch Männer erleben in ihren Familien und in Beziehungen psychische und physische Gewalt.
In 2023 waren es bundesweit 75.561 männliche Betroffene. Niemand sollte Gewalt erfahren müssen!
Die Nutzungsstatistik für Männerschutzeinrichtungen für das Jahr 2024, die von der Bundesfach- und Koordinationsstelle Männergewaltschutz (BFKM) geführt wird, zeigt, dass immer mehr Männer Hilfe in Schutzeinrichtungen suchen.
In 2024 meldeten sich nach Angaben der BFKM 751 Männer bei einer Gewaltschutzeinrichtung. Das sind rund 41 Prozent mehr als noch im Jahr 2023 mit 533 Hilfesuchenden. Das Problem: bisher gibt es kaum Schutzeinrichtungen für Männer. Nur 126 der 751 Schutz suchenden Männer fanden den Angaben zufolge Platz in einer Einrichtung. 256 Schutzsuchende mussten wegen Platzmangels abgelehnt werden.
Eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene in Schleswig-Holstein ist die Männerberatung SH. Hier finden Männer ab 16 Jahren, die häusliche Gewalt erleben oder in ihrer Kindheit (sexuelle) Gewalt erfahren haben, Hilfe und Unterstützung.
Auch der Wendepunkt bietet in diesem Rahmen Männerberatung an:
https://www.wendepunkt-ev.de/maennerberatung/
Hilfe bieten außerdem der Frauennotruf in Kiel und Pro Familia in Flensburg.
Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.
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