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Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige |
Das Modellprojekt
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ZIELE:
Information
und Krisenberatung für Eltern, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, damit eine
angemessene Reaktion eingeleitet werden kann. Dabei geht es z. B. um die
räumliche Trennung von Opfer und Täter, Begleitung von Eltern und Lehrkräften
und pädagogische Interventionen in betroffenen Gruppen. Prävention von sexueller Gewalt durch Verhindern von Täterkarrieren: Die
neuere Forschung zeigt, dass die meisten erwachsenen Sexualstraftäter schon
eine lange Geschichte sexueller Übergriffe hinter sich
haben, ohne dass es kompetente Reaktionen darauf gegeben hätte. Der Wendepunkt
möchte im Modellprojekt dazu beitragen, dass sexuell übergriffige Minderjährige
möglichst frühzeitig eine fachlich angemessene Intervention auf ihr Verhalten erfahren. Effizienterer Einsatz der vorhandenen Fachstellen und Fachkompetenz durch eine bessere Vernetzung: Es
gibt in Hamburg an vielen Stellen Fachwissen zur Thematik sexueller Übergriffe.
Das Modellprojekt hat u. a. einen Arbeitskreis als Schnittstelle initiiert, um
gemeinsame Handlungskonzepte zu entwickeln, fachliche Kooperation zu stärken
und das Wissen über die verschiedenen Angebote in den Einrichtungen zu
verbessern. In dem AK sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, der
Justiz, der Jugendämter, von Opferberatungsstellen, aus den bezirklichen
Jugendämtern, der Kinder- und Jugendpsychatrie,
ambulanten und stationären Einrichtungen der Jugendhilfe etc. Erarbeiten von verbindlichen Kriterien im Umgang mit der Thematik „Minderjährige Sexual(straf-)täter“: Handlungsleitfäden
sind vor allem in Einrichtungen, wie z. B. Schulen wichtig, in denen ansonsten
im Fall von sexuellen Übergriffen die Gefahr besteht, entweder zu
bagatellisieren oder zu stigmatisieren. Deshalb unterstützen wir Einrichtungen
mit Fachberatung und Fortbildung dabei, jeweils individuelle Konzepte für ihre
Arbeit zu entwickeln, die dabei helfen sollen, den Kindern und Jugendlichen eine
grundsätzliche Haltung zu Sexualität und auch sexueller Übergriffigkeit zu
vermitteln. Darüber hinaus sollen sie für den Notfall einen Handlungsplan entwickeln und
Verantwortlichkeiten in der Einrichtung abklären. Sensibilisierung der (Fach)Öffentlichkeit Der
Wendepunkt will mit dem Modellprojekt dazu beitragen, Vermeidungs- und
Vertuschungstendenzen in der Gesellschaft in Bezug auf die Wahrnehmung
und die Auseinandersetzung mit sexuell auffälligen
Minderjährigen zu überwinden. Dazu ist es wichtig, über
Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit
Informationen zu Tätern, deren Strategien und deren Hilfebedarf
weiterzugeben. Interne Weiterbildung und fachlicher Austausch der beteiligten Institutionen und Einrichtungen. Wir möchten über den Austausch mit Facheinrichtungen,
die Teilnahme an Fortbildungen und die Weitervermittlung von Methoden und
Instrumenten in Hamburg, der BRD und im europäischen Ausland daran mitwirken,
Qualitätskriterien für die Arbeit mit sexuell auffälligen Minderjährigen weiterzuentwickeln. Zielgruppen Das Projekt „Minderjährige
Sexual(straf)täter wendet sich mit
seinen Angeboten vor allem an folgende Zielgruppen:
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