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Schulische Gewaltprävention
 
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Schulische Gewaltprävention im Kreis Pinneberg



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Das Sozialkompetenztraining des Wendepunktes richtet sich an Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 13 bis 18 Jahren, die abweichendes Verhalten zeigen und dadurch in der Schule Schwierigkeiten haben (bzw. machen). Es ist also eine sekundärpräventive Maßnahme der Gewaltprävention.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist, dass die Jugendlichen sprachlich und kognitiv in der Lage sind, dem Trainingsprogramm zu folgen. Ausschlusskriterien sind gravierende psychische Störungen, schwerwiegende Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderungen. Eine grundlegende Teilnahmebereitschaft ist ebenfalls Vorraussetzung, wobei auch eine rein extrinsische Motivation in der Anfangsphase zulässig ist.

 Ziele

Die Jugendlichen sollen erkennen, welche Erwartungen an sie gestellt werden und am Ende des Trainings in der Lage sein, sozial akzeptiertes Verhalten zu zeigen. Dabei wird betont, dass es ausschließlich um das Erlernen dieser Fähigkeiten geht, nicht um den Zwang, das Erlernte auch anzuwenden. Die konkrete Handlung in der einzelnen Situation liegt weiterhin in der Entscheidung der Jugendlichen. Da je nach Umfeld variiert, was „sozial akzeptiertes Verhalten“ bedeutet, liegt ein Schwerpunkt des Trainings darin, zu erkennen, welches Verhalten im jeweiligen (z.B. schulischen) Umfeld erwartet wird. Konkret sollen die Jugendlichen am Ende des Trainings folgende Fähigkeiten verbessert haben:

  • Verantwortung für das eigene Denken und Handeln übernehmen
  • Alternative Handlungsmöglichkeiten erkennen und erlernen
  • Persönliche Ziele ohne Gewalt erreichen
  • Regeln, die in Schule und Berufsleben herrschen, verstehen
  • Emotionen, dem Umfeld angemessen, ausdrücken können
  • Zielgerichtete und zukunftsorientierte Handlungen planen

Um diese Handlungskompetenzen bei den Jugendlichen voranzubringen, verfolgen die Trainer/innen folgende Ziele:

  • Training von Fremd- und Selbstwahrnehmung
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz und Ambiguitätstoleranz
  • Empathietraining
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten
  • Training von Konfliktlösekompetenz
  • Durchschauen von Gewaltmechanismen
  • Stärkung der individuellen Entscheidungsfähigkeit
  • Auseinandersetzung mit begangenen „Taten“

In dem Training geht es zunächst darum, die Motivation zur Verhaltensänderung zu fördern und die ersten Schritte und Erfolge zu erleben. Am Ende der Gruppenphase stehen Gespräche über eine weitere Förderung für die Umsetzung persönlicher Ziele und Veränderungswünsche.

Flankiert werden die Trainingsrunden ggf. von Einzelgesprächen mit den Jugendlichen.

Der entscheidende Punkt für das Gelingen des Trainings ist die Motivation der Jugendlichen. Um diese Motivation zu erreichen, sind folgende Faktoren entscheidend:

  • Die Jugendlichen als Person akzeptieren
  • Abweichendes Verhalten verstehen aber nicht einverstanden sein
  • Kein Zwang zur Veränderung
  • Mitbestimmung ermöglichen
  • Lob und Unterstützung geben
  • Durchschaubar und zuverlässig sein
  • Interesse an der Person zeigen (Du bist mir nicht gleichgültig)
  • Gezielte Übertragung von Verantwortung
  • Erfolge ermöglichen durch Anforderungen, die zu bewältigen sind
  • Persönliche Ziele und Selbstbilder der Jugendlichen berücksichtigen und ernst nehmen
  • Ernstzunehmendes Gegenüber sein (auch Grenzen setzen, Stärke zeigen)